EU-Schlachtrindermarkt: Entwicklung in den Mitgliedsländern unterschiedlich

Österreich: Rege Nachfrage bei Biorindern.

Wien, 10. Februar 2015 (aiz.info). - Die Marktsituation bei Schlachtrindern ist in der EU weiterhin uneinheitlich. Während in einigen Mitgliedsländern (beispielsweise in Frankreich und Italien) von einem ausgewogenen Angebots- und Nachfrageverhältnis mit stabilen Preisen berichtet wird, ist die verfügbare Menge in Deutschland weiterhin knapp, die Notierungen können daher nochmals zulegen.

In Österreich steigt das Angebot bei Jungstieren leicht an, der Bedarf ist stabil. Die Preise für Stiere, Ochsen und Kalbinnen bleiben in der laufenden Woche unverändert, teilt die Rinderbörse mit. Bei Schlachtkühen ist das Aufkommen rückläufig, die Nachfrage bleibt lebhaft; die Notierungen tendieren weiter nach oben. Biorinder sind derzeit sehr gefragt, die Preiszuschläge für Bioochsen, -kalbinnen und -kühe werden erhöht. Bei Schlachtkälbern trifft ein etwas größeres Angebot auf eine stabile Nachfrage, die Notierungen sind leicht rückläufig.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 einen Basispreis von 3,64 Euro netto je kg Schlachtgewicht und für Kalbinnen 3,23 Euro. Für Kühe werden mittlerweile 2,29 Euro erlöst. Im Schlachtkälberbereich rechnet man mit einer etwas geringeren Notierung von 5,45 Euro. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.