EU-Schlachtrindermarkt: Jungstier-Notierungen haben wenig Luft nach oben

Österreich: Knappes Angebot sorgt für leichtes Preisplus bei Stieren.

Wien, 24. Februar 2015 (aiz.info). - Der europäische Schlachtrindermarkt präsentiert sich derzeit uneinheitlich. Bei männlichen Tieren sind die Preise in den meisten EU-Ländern ausgereizt. Regional kann es noch zu leichten Preisverbesserungen kommen. Bei weiblichen Schlachtrindern wird das Angebot generell als knapp beurteilt und die Notierungen können hier nochmals steigen.

In Österreich ist das Angebot generell knapp. Die Nachfrage ist bei Jungstieren und Ochsen im Inland weiterhin rege, die Preise tendieren leicht nach oben, teilt die Rinderbörse mit. Bei Schlachtkalbinnen ist der Markt ausgeglichen. Rückläufig ist das Aufkommen an Schlachtkühen, die lebhafte Nachfrage führt dazu, dass die Erlöse für mittlere und schwächere Qualitäten nochmals deutlich steigen. Bei Schlachtkälbern nimmt die verfügbare Menge gegen Ende des Milchwirtschaftsjahres zu; die Nachfrage ist stabil, die Notierung bleibt daher unverändert.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 einen höheren Basispreis von 3,68 Euro netto je kg Schlachtgewicht und für Kalbinnen weiterhin 3,23 Euro. Für Kühe dürften mittlerweile 2,41 Euro erlöst werden. Bei Schlachtkälbern rechnet man mit einer Notierung von 5,45 Euro. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.