EU-Schlachtrindermarkt: Knappes Jungstierangebot lässt Preise steigen

Österreich: Etwas höhere Notierungen für Stiere, Ochsen und Kalbinnen.

Wien, 31. Juli 2017 (aiz.info). - Verstärkte Schlachtrinder-Exporte in Drittländer (Türkei, nordafrikanischer Raum, usw.) führen derzeit zu einer EU-weiten Verknappung des Jungstier-Aufkommens. Die Preise für Stiere können daher in der laufenden Woche überwiegend steigen. Bei weiblichen Schlachtrindern sind Angebot und Nachfrage weitgehend ausgeglichen. Die Notierungen zeigen hier eine stabile Tendenz, regional sind sogar leichte Preisverbesserungen nicht ausgeschlossen.

In Österreich ist aktuell das Angebot an Jungstieren knapp, die Nachfrage wird lebhafter. Die Preise für Jungstiere, Ochsen und Kalbinnen können in der laufenden Woche leicht zulegen. Bei Schlachtkühen ist das Aufkommen uneinheitlich: Während das Angebot in weiten Regionen nach dem Regenfall der letzten Tage zurückpendelt, hat es in den Alpenregionen leicht zugenommen, die Preise bleiben in dieser Woche unverändert. Bei Schlachtkälbern präsentiert sich der Markt weiterhin ausgeglichen, die Notierungen bleiben gegenüber der Vorwoche gleich.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem höheren Basispreis von 3,48 Euro netto/kg Schlachtgewicht und bei Kalbinnen mit 3,15 Euro. Für Kühe beträgt der Preis weiterhin 2,60 Euro und für Schlachtkälber werden nach wie vor 5,55 Euro erlöst. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.