EU-Schlachtrindermarkt: Leicht positive Preistendenzen bei Jungstieren

Österreich: Zuschlag für AMA-Gütesiegel-Jungstiere erhöht sich um 6 Cent.

Wien, 2. Oktober 2017 (aiz.info). - Am europäischen Schlachtrindermarkt wird bei Jungstieren zumeist von einer leicht positiven Markttendenz berichtet. Die Preise sind mit regionalen Einschränkungen überwiegend etwas steigend. Der saisonübliche Mengendruck bei Schlachtkühen bleibt in den meisten EU-Ländern aus, die Preise sind stabil bis leicht rückläufig.

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren, Ochsen und Kalbinnen stabil, die Nachfrage ist weiterhin lebhaft. Während die Preise für Jungstiere und Ochsen leicht steigend sind, bleiben bei Kalbinnen die Notierungen unverändert. Aufgrund der Änderung der AMA-Gütesiegel-Kriterien bei Jungstieren kommt es auch zu Zuschlagsänderungen, für AMA-Gütesiegel-Jungstiere unter 18 Monaten erhöht sich der Zuschlag um 6 Cent. Bei Schlachtkühen ist das Angebot hierzulande leicht rückläufig, zu unveränderten Preisen gab es bei Redaktionsschluss noch nicht von allen Schlachtbetrieben eine Preiszusage. Bei Schlachtkälbern übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot, die Preise sind stabil.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem erhöhten Basispreis von 3,64 Euro netto/kg Schlachtgewicht und bei Kalbinnen mit 3,27 Euro, gleich wie in der Vorwoche. Für Kühe wurde die Preisbildung diese Woche ausgesetzt. Schlachtkälber bringen konstant 6,05 Euro. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.