EU-Schlachtrindermarkt: Preisdruck bei Jungstieren hält weiter an

Österreich: Notierungen in allen Kategorien rückläufig - Höhere Biozuschläge.

Wien, 22. März 2016 (aiz.info). - Die Rindfleischmärkte zeigen sich EU-weit aktuell sehr uneinheitlich. Trotz eines rückläufigen Angebotes in einigen Regionen hält der Preisdruck bei Jungstieren weiter an, da in der Karwoche meist nur mehr auftragsbezogen geschlachtet wird. Bei weiblichen Schlachtrindern ist die Angebotssituation sehr unterschiedlich, in einigen Regionen werden aufgrund der schlechten Milchmarktsituation Schlachtkühe ausgemerzt, daher wird in diesen Regionen von einem leicht steigenden Angebot berichtet. Die Notierungen tendieren nochmals leicht nach unten.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren stabil. In der Karwoche werden auch hierzulande Stiere nur auftragsbezogen geschlachtet. Daher versuchen die Erzeugergemeinschaften, die Mengen auf die Kalenderwochen zwölf und 13 zu verteilen. Seitens der Schlachthofwirtschaft gab es bei Redaktionsschluss für einen Zweiwochenpreis bei Jungstieren noch nicht von allen Abnehmern eine Zusage. Bei weiblichen Schlachtrindern ist das Angebot leicht rückläufig, die Nachfrage bleibt jedoch auch bei Kühen und Kalbinnen unter den Erwartungen. Die Preise sind daher in allen Kategorien (Jungstiere, Ochsen, Kalbinnen und Kühe) in der laufenden Woche rückläufig. Aufgrund der regen Nachfrage nach Biorindern erhöhen sich jedoch die Biozuschläge. Bei Schlachtkälbern ist der Bedarf in der laufenden Woche geringer, die Preise sind hier stabil.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Kalbinnen der Handelsklasse R2/3 einen geringeren Basispreis von 3,12 Euro netto/kg Schlachtgewicht. Für Kühe werden 2,18 Euro erlöst. Der Schlachtkälberpreis bleibt mit 5,55 Euro weiter unverändert. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.