EU-Schlachtrindermarkt: Regional leichte Preisrückgänge bei Jungstieren

Schlachtkälber-Notierung tendiert in Österreich nach unten.

Wien, 19. April 2016 (aiz.info). - Am europäischen Schlachtrindermarkt wird die Nachfrage nach Jungstieren in den meisten EU-Ländern als sehr ruhig bezeichnet. Bei einer stabilen Angebotssituation kann es regional zu leichten Preisrückgängen kommen. Bei weiblichen Schlachtrindern ist die Angebotssituation uneinheitlich, teilweise werden wegen der Schwierigkeiten am Milchmarkt Abstockungstendenzen bei Kühen beobachtet. Die Preise sind meist unverändert.

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren rückläufig und die Nachfrage im Inland stabil; die Exportmärkte sind nach wie vor schwierig. Bei weiblichen Schlachtrindern entspricht die vorhandene Menge dem aktuellen Bedarf. Bei Schlachtkalbinnen übertrifft das Angebot das Vorjahresniveau. Aufgrund der regional sehr unterschiedlichen Angebotssituation hat die Schlachthofwirtschaft zu einer österreichweit einheitlichen Preisnotierung nicht zugestimmt. Bei Schlachtkälbern übersteigt das Aufkommen die Nachfrage, die Preise sind daher leicht rückläufig.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 einen Basispreis zwischen 3,36 und 3,41 Euro netto/kg Schlachtgewicht. Für Kalbinnen werden voraussichtlich 3,05 bis 3,08 Euro erlöst und für Kühe zwischen 2,15 und 2,18 Euro. Der Schlachtkälberpreis wird mit 5,25 Euro leicht verringert. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.