EU-Schweinefleischexporte 2016 auf Rekordniveau

China war mit Abstand größter Abnehmer.

Brüssel, 23. Februar 2017 (aiz.info). - Der hohe Importbedarf Chinas und anderer asiatischer Länder hat den Schweinefleischexporteuren in der Europäischen Union im Jahr 2016 Rekordabsätze beschert. Laut vorläufigen Daten der EU-Kommission wurden insgesamt 4,14 Mio. t Schweinefleisch einschließlich lebender Tiere und Schlachtnebenerzeugnissen in Drittländer verkauft; das waren um 22,9% mehr als im Jahr davor. Mengenmäßig war dies der stärkste Anstieg aller Zeiten, berichtet "Agrar-Europe".

Die kräftige Zunahme der Schweinefleischexporte wäre ohne den Boom im Handel mit China nicht möglich gewesen. Mit einer Rekordmenge von 1,86 Mio. t konnten fast 63% mehr Waren in die Volksrepublik verkauft werden als 2015. Aber auch die Exporte in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong legten deutlich zu, und zwar um 24% auf 362.300 t.

Auch in anderen asiatischen Staaten war Schweinefleisch aus der EU im vergangenen Jahr sehr begehrt. Japan kaufte insgesamt 399.500 t, das waren um 9,5% mehr als 2015. Japan war damit der zweitgrößte Abnehmer von EU-Schweinefleisch. Die Exporte nach Südkorea wurden um 7% auf 259.200 t gesteigert. Nennenswerte Mengen wurden auch in die Philippinen (215.700 t; +12%) und die USA (116.200 t; +11%) geliefert.

Der bedeutendste Schweinefleischproduzent in der EU ist Deutschland mit rund 5,56 Mio. t (Stand 2015), was einem Anteil von 24% an der Gesamterzeugung entspricht. An zweiter Stelle kommt Spanien mit 3,9 Mio. t (Anteil 17%), gefolgt von Frankreich mit 1,97 Mio. t (9%), Polen mit 1,91 Mio. t (8%) und Dänemark mit 1,6 Mio. t (7%). Weltweit gesehen ist China mit einem Marktanteil von rund 46% der größte Erzeuger, mit deutlichem Abstand folgen die EU (20%) und die USA mit 10%.