EU-Schweinemarkt: Anhaltend knappes Angebot stabilisiert Preisniveau

Notierung bleibt in Österreich unverändert.

Wien, 5. August 2016 (aiz.info). - Neben der sommerüblichen Angebotsschwäche verstärkt aktuell der EU-weite und durch die Schweinekrise ausgelöste Bestands- und Produktionsabbau das Marktgeschehen. Das seit Mitte Juni zwischen 90 und 95% pendelnde Angebotsniveau passt allerdings gut zum ebenfalls um diese Jahreszeit schwächelnden Absatz, was quer durch die EU stabile Preise zur Folge hat. Auch in Deutschland hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Schlachtschweine-Basispreis für den Zeitraum 4. bis 10. August unverändert belassen.

In Österreich sind seit Beginn des zweiten Halbjahres 2016 schlachtreife Schweine Mangelware. Vor diesem Hintergrund lassen vereinzelt Verarbeitungsbetriebe den einen oder anderen Schlachttag ausfallen, um die Stückkosten bei der Schlachtung nicht unnötig zu erhöhen. Trotzdem gelingt es nach Angaben der Fleischbranche nicht, im Wiederverkauf die erforderlichen Aufschläge zu erzielen. Damit wurde auch an der Schweinebörse trotz 90%igem Angebot für die neue Woche die Mastschweine-Notierung auf dem unveränderten Niveau von 1,62 Euro (Berechnungsbasis: 1,52 Euro/kg) fixiert.

"Vorerst überwiegen die Anzeichen auf ein Anhalten der stabilen Phase. Die für die zweite Augusthälfte erwartete Welle der Urlauberrückkehr könnte aber noch einen Beitrag zum Erreichen eines Jahreshöchstpreises leisten", erklärt Johann Schlederer von der Schweinebörse zu den kurzfristigen Marktaussichten.