EU-Schweinemarkt: Anhaltendes Gleichgewicht mit stabilem Fundament

Notierung bleibt in Österreich weiterhin unverändert.

Wien, 2. September 2016 (aiz.info). - Das EU-weit um einige Prozent unter dem Vorjahresniveau liegende Angebot bildet seit gut zwei Monaten das gewichtigste Argument bei der Preisbildung am europäischen Schweinemarkt. Während in Deutschland die Preiskurve waagrecht weiterwandert, hebt Frankreich die Notierung um 1,2 Cent geringfügig an. Spanien, wo die Urlaubssaison zu Ende geht, schwächelt leicht. Dafür legt Italien wegen des hitzebedingt verringerten Schweineangebots spürbar zu.

In Österreich ergibt ein seit acht Wochen zwischen 95,2 und 95,7 kg liegendes Schlachtgewicht ein ausbalanciertes Bild der marktbestimmenden Faktoren. Am Fleischmarkt wird ein reibungsloses Geschäft gemeldet. Der Versuch, verbesserte Aufschläge bei den wertbestimmenden Teilstücken zu erzielen, wird allerdings anhaltend als erfolgloses Bemühen dargestellt. Vor diesem Hintergrund wurde an der hiesigen Schweinebörse der Preis ebenfalls unverändert fixiert. Die Mastschweine-Notierung bleibt somit weiterhin bei 1,62 Euro (Berechnungsbasis: 1,52 Euro/kg).

"Auf Basis der Schweinezählungen quer durch die EU deuten die Prognosen auch für den Herbst ein unterdurchschnittliches Angebots-Niveau an. Für die nächste Zeit zeichnet sich somit ein stabiles Gefüge ab", stellt Johann Schlederer von der Schweinebörse zu den kurzfristigen Marktaussichten fest.