EU-Schweinemarkt: Anhaltendes Sommerwetter bringt Bewegung bei den Preisen

Mastschweine-Notierung legt in Österreich um 5 Cent zu.

Wien, 5. Juni 2015 (aiz.info). - Die schlechtwetter- und feiertagsbedingte Lethargie am europäischen Schweinemarkt ist verflogen. EU-weit ist die Stimmung jetzt positiver als zuletzt. Nicht die Einschätzungen über das Ausmaß der Überhänge sondern das lebendige Bestellen und Reservieren von Schlachtpartien bestimmen plötzlich die Gespräche zwischen Vermarktern und Schlachthofeinkäufern. In Deutschland wird das Notierungsplus von 3 Cent der gestiegenen Frischfleischnachfrage zugeschrieben. Im Bereich der Verarbeitungsindustrie lässt der noch durch Gefrierfleisch ausreichend volle Rohstoffmarkt keine Preisentwicklung zu.

Auch in Österreich kam die Trendwende mit den anhaltenden sommerlichen Temperaturen. Vereinzelt erzielen nun restliche Rückstaupartien verbesserte Erlöse. Wenn der Markt richtig läuft, sind die Schlachtunternehmer auch bereit, die durch Feiertage ausfallende Schlachtkapazität davor oder danach zu kompensieren, wie sich in der abgelaufenen Woche zeigte. Vor dem Hintergrund eines zur Gänze und problemlos disponierbaren Angebotes wurde an der heimischen Schweinebörse ein Plus von 5 Cent fixiert. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 1,43 Euro (Berechnungsbasis: 1,33 Euro je kg).

"Momentan stehen die Ampeln der Schlachtbänder auf grün. Die Anzeichen, dass dies auch in nächster Zeit so sein dürfte, überwiegen. Euphorie scheint jedoch nicht angebracht, da bei steigenden Preisen auch zunehmend Auslagerungsfleisch auf den Markt kommt", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Marktaussichten zusammen.