EU-Schweinemarkt: Anlaufende Grillsaison belebt den Absatz

Preise in Österreich stagnieren.

Wien, 15. Mai 2015 (aiz.info). - Frühsommerliche Temperaturen beleben in den meisten Mitgliedstaaten den Absatz von Grillartikeln. Vor diesem Hintergrund wurde in Deutschland die Notierung 2 Cent nach oben gesetzt, wenngleich Großabnehmer mit Hauspreisandrohungen konterten. Frankreich - das Land mit den meisten Maifeiertagen - schaffte ein kleines Plus von 0,3 Cent. Dies ändert aber nichts an der Feststellung der Schweinevertreter, wonach bei der derzeitigen Marktlage die Kostendeckung bei Weitem nicht erreicht wird.

Aufgrund des fehlenden Schlachttages gelang in Österreich abermals keine Markträumung. Wie schon in den letzten Wochen belasten Überhänge speziell im Osten Österreichs einen plangemäßen Absatz der schlachtreifen Schweine. Mit dem Ziel, die Überhänge beschleunigt abbauen zu können, wurde an der heimischen Schweinebörse der Preis auf Vorwochenniveau von 1,38 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,28 Euro) fixiert.

"Sind die Griller heiß, steigt der Schweinepreis", blickt Johann Schlederer, Chef der Schweinebörse, mit Zuversicht auf die kommende Grillsaison. Dass diese Formel keine beliebige Floskel ist, untermauert er mit einem Rechenbeispiel für Österreich: "Wenn das Grillwetter dazu beiträgt, dass potenzielle Fleischesser ein einziges Schweinefleischgericht pro Woche mehr essen, egal ob Kotelett oder Grillwurst, braucht der Markt rund 15.000 Schweine mehr. Dies entspricht einem Plus von zirka 15%. Damit wird sichtbar, dass eine mehrwöchig gut laufende Grillsaison die aktuellen Absatzprobleme gut lösen würde", so Schlederer.