EU-Schweinemarkt: Begrenztes Angebot sorgt für gut behauptete Preise

Mastschweine-Notierung steigt in Österreich um 5 Cent.

Wien, 27. Jänner 2017 (aiz.info). - Quer durch die EU waren in der abgelaufenen Woche schlachtreife Schweine gefragt. Tief winterliche Temperaturen verzögern in weiten Teilen Europas den Schlachtzeitpunkt zahlreicher Schweinepartien. Auch der sonst zum Schlachtschweineverkauf animierende Druck seitens der Ferkelerzeuger ist aktuell nicht spürbar. In Deutschland trifft diese Beschreibung speziell für den Süden des Landes zu. Aber auch im Norden wird trotz angenehmerer Temperaturen von nicht drückenden Angebotsverhältnissen berichtet. Vor diesem Hintergrund setzte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften den Notierungspreis um 5 Cent nach oben. Fleischmarktseitig liegen offensichtlich schwierigere Verhältnisse vor, weshalb die Großabnehmer wieder einmal mit ihrer Hauspreispolitik konterten.

In Österreich halten sich Angebot und Nachfrage am Schweinemarkt die Waage. Väterchen Frost bremst das Lebendtier-Angebot, welches dadurch auch für die neue Woche um einige Prozentpunkte unterdurchschnittlich ausfällt. Das Interesse der Abnehmer an schlachtreifen Schweinen ist allerdings auch hierzulande eher Auslastungsgründen geschuldet als Nachfrageimpulsen von der Fleischseite. Trotzdem fand das Plus von 5 Cent an der Schweinebörse weitgehende Zustimmung. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 1,53 Euro/kg Schlachtgewicht (Berechnungsbasis: 1,43 Euro).

"Europaweit betrachtet, zeigt sich das Preisniveau recht stabil. Daran dürfte sich auch in nächster Zeit im Großen und Ganzen nichts ändern, wenngleich die von Deutschland ausgehende Schaukelpreisbildung wochenweise auch andere Einschätzungen oder Stimmungen auslöst", stellt Johann Schlederer von der Schweinebörse, zu den kurzfristigen Marktaussichten, fest.