EU-Schweinemarkt: Eingefrorene Preise und frostige Stimmung

Österreich: Markträumung ermöglicht Notierungsanstieg um 2 Cent.

Wien, 7. November 2014 (aiz.info). - Die von den europäischen Schweinebauern erhofften Preisverbesserungen lassen weiter auf sich warten. Obwohl quer durch die Mitgliedstaaten die Schlachtschweine flott abgesetzt werden können, bewegt sich auf Notierungsebene praktisch nichts. Da gilt auch für Deutschland, wo speziell im Norden der Markt so ausreichend versorgt ist, dass es preislich keine Luft nach oben gab. Hingegen wird im süddeutschen Raum von eher nicht bedarfsdeckenden Verhältnissen berichtet.

In Österreich ist der Schweinemarkt ausverkauft. Die Markträumung basiert primär auf einer in den letzten drei Wochen zurückpendelnden Angebotslage, die, wie sich immer deutlicher herausstellt, mit Fresslust-Problemen im Maststall in Verbindung steht. Praktiker berichten von Einbrüchen in der Mastleistung um 50% und mehr. Umgekehrt sorgt am Fleischmarkt der attraktive Preis für einen guten Absatz. Aufgrund der schwierigen Versorgungslage hob die heimische Schweinebörse die Mastschweine-Notierung um 2 Cent auf EUR 1,45 (Berechnungsbasis: EUR 1,35) an, wenngleich dies auf großes Unverständnis der im internationalen Wettbewerb stehenden Schlachtbetriebe stieß.

Was die weitere Marktentwicklung betrifft, so überwiegen laut Johann Schlederer von der Schweinebörse derzeit die Anzeichen für eine weitere Stabilität des nicht kostendeckenden Preisniveaus. Da in Deutschland von neuerlichen wirtschaftlichen Problemen einer namhaften Schlachthofgruppe berichtet wird und weiterhin über dem Vorjahr liegende Angebotsmengen erwartet werden, wird nicht angenommen, dass im Nachbarland in nächster Zeit eine positive Preisentwicklung bevorsteht.