EU-Schweinemarkt: Flotter Warenstrom bei stabilen bis leicht anziehenden Preisen

Mastschweine-Notierung steigt in Österreich um 2 Cent.

Wien, 18. November 2016 (aiz.info). - Während im mittel- und nordwesteuropäischen Raum der aktuell hohe Bedarf an Schlachtschweinen eine leichte Preisverbesserung zulässt, schwächelt Spanien. Dies ist allerdings um diese Zeit für die iberische Halbinsel nicht untypisch. Die gesteigerte Wüchsigkeit der Schweine, der schwache Tourismus im Winterhalbjahr und die starke Ausweitung der Produktion sind maßgebliche Hintergründe der spanischen Preisentwicklung. In Deutschland hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch ihren Basispreis für den Zeitraum vom 17. bis 23. November um 2 Cent angehoben.

In Österreich ist die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen anhaltend hoch. Dem entsprechend zeitnah gestaltet sich das Abholverhalten der Abnehmer. Auch das zuletzt auf 97,6 kg gestiegene durchschnittliche Schlachtgewicht zeigt infolgedessen wieder eine rückläufige Tendenz. Vor dem Hintergrund eines um 2 bis 3% unter dem Vorwochenniveau liegenden Angebotes fixierte die heimische Schweinebörse ein Plus von 2 Cent, die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 1,53 Euro/kg (Berechnungsbasis: 1,43 Euro). Da die Spannenlage am Fleischmarkt laut Brancheninsidern keine Luft nach oben zulässt, gab es seitens der Abnehmer kritische Anmerkungen zum Preisanstieg.

"Nachdem der Bedarf bei allen Absatzschienen, national wie international, bis Weihnachten auf hohem Niveau zu erwarten ist, scheint einer zumindest stabilen Preislage in nächster Zeit nichts im Wege zu stehen", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Markttendenzen zusammen.