EU-Schweinemarkt: Gute Versorgungslage - trotzdem stabilere Preise als zuletzt

Österreich: Notierung auf dem Vorwochenniveau fixiert.

Wien, 28. Oktober 2016 (aiz.info). - Nach EU-weiten Preiseinbußen zwischen 15 und 20 Cent im Oktober dürfte die saisonübliche Schwächephase am europäischen Schweinemarkt nun beendet sein. Diese Einschätzung kommt auch im jüngsten Ergebnis des deutschen Preisbildungsmodells zum Ausdruck: Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat ihren Basispreis für Schlachtschweine gegenüber der Vorwoche unverändert belassen. In Spanien und Frankreich schmälern Feiertage die Schlachtkapazitäten, wodurch der Lebendmarkt weiter unter Angebotsdruck steht.

Auch in Österreich prägen zwei Wochen mit Feiertagen das aktuelle Marktgeschehen. Daraus resultierende Überhänge liegen aber im Rahmen der Erwartungen. Manche Schlachtunternehmer kritisieren billige Offerte aus Deutschland, trotzdem wird an den Arbeitstagen auf Volllast gearbeitet. Vor dem Hintergrund eines für Normalwochen nicht über dem Bedarf liegenden frischen Angebots wurde auch an der hiesigen Schweinebörse der Preis auf dem Vorwochenniveau fixiert.

"Die Aktivitäten auf allen Absatzschienen sind hoch. Erfahrungsgemäß sind ab November erste Impulse vom Weihnachtsgeschäft spürbar. Besonders Wurst- und Schinkenproduzenten achten um diese Zeit auf gut gefüllte Rohstofflager", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Markttendenzen zusammen