EU Schweinemarkt: Lebhaftere Verarbeitung stabilisiert Preise

Österreich: Mastschweine-Notierung bleibt unverändert.

Wien/Brüssel, 13. Oktober 2017 (aiz.info). - Nachdem zuletzt in vier aufeinander folgenden Wochen das Preisniveau am europäischen Schweinemarkt in Summe um zirka 20 Cent absackte, dürfte nunmehr die Talsohle erreicht sein. Das Angebot ist derzeit zwar nicht weniger drückend, aber dafür steuert die Wurst- und Schinkenproduktion Richtung Volllastmodus. Die stark ermäßigten Rohstoffpreise, ein im Vergleich zu den Vorjahren geringerer Gefrierfleischlagerbestand sowie der Ausblick auf das November- und Dezembergeschäfte dürfte hier für Impulse sorgen. Demnach konnte in Deutschland die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften trotz bekannter Probleme beim Export nach Asien die Notierung stabil halten. Ob dieses Niveau nun länger halten wird, dürfte maßgeblich von den Ergebnissen vieler Gespräche internationaler Geschäftspartner abhängen, die auf der Anuga, der weltgrößten Fachmesse für Lebensmittel in Köln, stattfanden. Auch die französische Schweinebörse konnte am Donnerstag mit einer unveränderten Notierung schließen, obwohl tags zuvor der Markt streikbedingt gestört war.

In Österreich tendiert das Angebot an schlachtreifen Schweinen saisontypisch aufwärts. Vereinzelt müssen Schlachtpartien den einen oder anderen Tag nach hinten verschoben werden, in Summe sind die Überhänge mit 1 bis 2% aber sehr überschaubar. Auch hierzulande bestätigt die Schlachtbranche, dass Verarbeitungsware spürbar flotter gehandelt wird, während bei Edelteilen wie Nacken und Karree Preiseinbußen hingenommen werden müssen. Vor dem Hintergrund einer nicht unmotivierten Nachfragesituation wurde an der heimischen Schweinebörse die Mastschweine-Notierung auf dem Vorwochenniveau von 1,51 Euro/kg Schlachtgewicht (Berechnungsbasis: 1,41 Euro/kg) fixiert.