EU-Schweinemarkt: Nach kurzer Verschnaufpause setzt sich freundlicher Trend fort

Notierung kann in Österreich um 6 Cent zulegen.

Wien, 27. Mai 2016 (aiz.info). - Mehrere markt- und preisbestimmende Faktoren wirken sich aktuell für die europäischen Schweinemäster günstig aus: Angebotsseitig wird quer durch die EU von zurückpendelnden Schlachtzahlen und Schlachtgewichten berichtet. Gleichzeitig kommt auf der Nachfrageseite die Grillsaison immer mehr in Schwung, und der Sog aus China wirkt ungebrochen. Vor diesem Hintergrund setzt Deutschland, das größte Schweineland der EU, die Notierung um weitere 6 Cent nach oben. Auch die anderen Mitgliedstaaten bewegen sich in einer Bandbreite von 3 Cent bis 5 Cent aufwärts.

In Österreich sind Schlachtschweine derzeit gesucht. Trotz der Feiertagswoche werden alle Tiere abgenommen, und das rückläufige Gewicht bestätigt den flotten Abfluss der schlachtreifen Partien. Auch für die bevorstehende Woche war das leicht unterdurchschnittliche Angebot rasch vergriffen. Trotz des Hinweises, dass das Preisumsetzen am Fleischmarkt schwieriger geworden ist, gab es an der heimischen Schweinebörse einhellige Zustimmung seitens der Abnehmer zum Plus von 6 Cent. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 1,44 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,34 Euro je kg).

"Sind die Griller heiß, steigt der Schweinepreis. Nur vor etwa zwei Jahren war dieser Slogan für die Marktlage so treffend wie jetzt. Dass der aktuelle Boom nicht nur ein Strohfeuer ist, dürfte durch den offensichtlich stabilen und umfassenden Export nach China gewährleistet sein", erläutert Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Markttendenzen.