EU-Schweinemarkt: Geringere Schlachtkapazität durch Feiertage bringt Preisdruck

Auch in Österreich sinkt Mastschweine-Notierung um 5 Cent.

Wien, 27. Oktober 2017 (aiz.info). - In Deutschland führen die kommenden zwei Feiertage zu einer massiven Einschränkung der Schlachtkapazität am Schweinemarkt, in der Folge kommt es zu einem überraschend deutlichen Preisrückgang: Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) senkt ihren Basispreis für Schlachtschweine um 5 Cent gegenüber der Vorwoche. Nach Angaben der Agrarmarkt-Informationsstelle in Berlin gilt die Preisfixierung aufgrund der gegebenen Feiertags-Konstellation ausnahmsweise für zwei Wochen, also für den Zeitraum 26. Oktober bis 8. November. In den übrigen großen Schweineproduktions-Ländern der EU konnte man zuletzt zunehmende Stabilisierung auf den Märkten feststellen.

In Österreich zeigt sich der Schweinemarkt weitgehend ausgeglichen. Ohne den Wegfall des Schlachttages am 26. Oktober gäbe es sogar Streit um schlachtreife Schweine. Das Geschäft in der Fleischbranche wird überwiegend als lebendig dargestellt, lediglich beim Teilstück Karree wird von stark zunehmenden Lagerbeständen berichtet. Aufgrund der deutschen Entwicklung und des bestehenden Preisabstandes wurde an der Österreichischen Schweinebörse der Abnehmerforderung einer Reduktion um 5 Cent stattgegeben. Damit sollte gewährleistet sein, dass trotz Allerheiligen-Feiertag der Aufbau von drückenden Überhängen vermieden werden kann. Die Mastschweine-Notierung sinkt somit auf 1,46 Euro/kg Schlachtgewicht (Berechnungsbasis: 1,36 Euro).