EU-Schweinemarkt: Preisdruck schwächt sich ab

Mastschweine-Notierung sinkt in Österreich feiertagsbedingt um 4 Cent.

Wien, 21. Oktober 2016 (aiz.info). - Die preisbelastenden Überhänge am norddeutschen Lebendschweinemarkt scheinen weitgehend aufgearbeitet zu sein. Erstmals seit Anfang Oktober sprechen Marktbeobachter von Entspannung, obwohl diese Beurteilung nicht einheitlich für alle Schweineregionen Deutschlands ausfällt. Als reichlich versorgt wird aber noch der Fleischmarkt beschrieben, wodurch die Abnehmerseite ein weiteres Minus von 3 Cent durchsetzen konnte. Eine Tendenz zur Stabilisierung zeigen auch die Notierungen in weiteren Ländern wie zum Beispiel in Frankreich und Italien. Lediglich Spanien zeigt sich hinsichtlich des Wettbewerbs mit den USA in China besorgt.

In Österreich stellte sich der Schweinemarkt in der abgelaufenen Woche ausgeglichen und geräumt dar. Frischfleisch-Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel sowie die Nachfrage insbesondere nach Bäuchen seitens der Verarbeitung und der Exporteure sind aktuelle Impulsgeber. Die Mastschweine-Notierung sinkt an der hiesigen Schweinebörse auf 1,51 Euro/kg (Berechnungsbasis: 1,41 Euro). Das Minus von 4 Cent ist primär dem Blick auf den Kalender geschuldet, welcher zwei bevorstehende Wochen mit Feiertagen ankündigt.

"Immer mehr Anzeichen deuten darauf hin, dass das Preisgefüge bald wieder auf stabileren Beinen stehen dürfte. Allein die Tatsache, dass in Deutschland keine Feiertage in nächster Zeit den Schlachtablauf stören werden, kommt dieser Einschätzung nicht ungelegen", erklärt Johann Schlederer von der Schweinebörse zur kurzfristigen Markttendenz.