EU-Schweinemarkt: Preise und marktbestimmende Fakten anhaltend unverändert

Österreich: Mastschweine-Notierung weiterhin stabil.

Wien, 19. August 2016 (aiz.info). - Quer durch die EU können sich die Notierungen am Schweinemarkt derzeit gut behaupten. In der BRD hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Basispreis für Schlachtschweine für den Zeitraum 18. bis 24. August erneut unverändert gelassen. Während im Sog von Marktdominator Deutschland die meisten Länder seitwärts notieren, tanzt Italien mit einem leichten Plus aus der Reihe. Hier muss das Schweinewachstum der Hitze Tribut zollen. Ähnlich reagiert die Biologie in Frankreich, wo mittlerweile durchschnittliche Schlachtgewichte von unter 93 kg gemeldet werden.

In Österreich kam es am Lebendmarkt trotz der verkürzten Schlachtwoche zu keinem Rückstau. Das bei 90% liegende Angebot konnte auch an vier Schlachttagen reibungslos abfließen. Schlachtbetriebe vermissen aber nach wie vor den Zug im Fleischgeschäft. Vor diesem Hintergrund war man sich an der Schweinebörse trotz mäßigem Angebot einig, die Mastschweine-Notierung zum nunmehr siebten Mal unverändert auf 1,62 Euro/kg (Berechnungsbasis: 1,52 Euro) festzusetzen.

"Seit fünf Wochen liegt der österreichische Schweinepreis exakt auf dem Niveau von 2014. Während damals, bedingt durch das Russland-Embargo, der Preisabsturz kurz bevorstand, gibt es heuer keine Anzeichen in diese Richtung", stellt Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse, fest. Grillfreundliche Wetterprognosen und heimkehrende Urlauber dürften auch in nächster Zeit für zumindest stabile Verhältnisse sorgen.