EU-Schweinemarkt: Preisniveau auf zunehmend stabilerem Fundament

Notierung bleibt in Österreich und Deutschland unverändert.

Wien, 22. Jänner 2015 (aiz.info). - Am europäischen Schweinemarkt werden stabile Notierungen gemeldet. Bedenken, die manche Marktbeobachter in den letzten Wochen geäußert haben, es würde noch weiter nach unten gehen, sind damit einmal vom Tisch. Die Abholung schlachtreifer Schweine normalisiert sich und erfolgt wieder zeitnahe. Die zurückpendelnden Schlachtgewichte bestätigen zudem, dass der Angebotsdruck vorerst der Vergangenheit angehört. Am deutschen Fleischmarkt wird zwar von anhaltend reichlicher Versorgung gesprochen, es überwiegt allerdings auch die Zuversicht, dass sich auf dieser Marktstufe Entspannung verbreitet. Die BRD-Notierung bleibt daher unverändert.

Bis auf wenige Ausnahmen ist auch am österreichischen Schweinemarkt eine Normalisierung eingetreten. Quer durch die Abnehmerschaft überwiegt das Interesse an Schlachtschweinen, sodass letzte Überhänge in wenigen Tagen beseitigt sind. Das zuletzt auf rekordverdächtige 97,5 kg angestiegene Durchschnitts-Schlachtgewicht ist binnen einer Woche um 0,5 kg gesunken. Vor dem Hintergrund eines dem Bestellumfang entsprechenden frischen Angebotes wurde die Mastschweine-Notierung auch hierzulande auf dem Vorwochenniveau von 1,33 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,23 Euro) fixiert.

"Am Rande der Grünen Woche in Berlin gab es bilaterale Gespräche mit einigen Mitgliedstaaten der EU und Russland. Das bislang bekannt gewordene Ergebnis lässt darauf hoffen, dass in absehbarer Zeit zumindest einige namhafte Länder wieder mit dem Export von Schweineprodukten Richtung Moskau rechnen dürfen. Die davon ausgehende positivere Stimmungslage hilft jedenfalls mit, dass die Sorgen über weitere Preiseinbußen derzeit vom Tisch sind", zeigt sich Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse vorsichtig optimistisch bezüglich der weiteren Marktentwicklung.