EU-Schweinemarkt: Saisonüblich umfangreiches Angebot fließt reibungslos ab

Notierungen bleiben in Österreich und Deutschland unverändert.

Wien, 11. November 2016 (aiz.info). - Am europäischen Schweinemarkt fällt das Angebot schlachtreifer Schweine traditionell um diese Zeit biologisch bedingt außerordentlich hoch aus. Idealerweise verläuft derzeit auch auf der Nachfrageseite die Saisonkurve in überdurchschnittlicher Höhe. Demzufolge ist auch die Marktlage in Deutschland und Frankreich auf hohem Umsatzniveau im Gleichgewicht, was die Preisbildungsmodelle mit unveränderten Notierungen zum Ausdruck bringen.

Auch in Österreich stehen sich Angebot und Nachfrage ausgewogen gegenüber. Frischfleisch-Aktionen im Handel sowie die Nachfrage nach Verarbeitungsfleisch halten den Warenstrom in Fluss. Positiv sind auch die Meldungen hinsichtlich der Zulassung heimischer Schlachtunternehmen für den Direktexport nach China. Fünf von sechs auditierten Betrieben dürften damit im Laufe des nächsten Jahres am hoffentlich auch dann noch lukrativen Chinaexport teilnehmen. Vor dem Hintergrund eines auf Bestellvolumen liegenden frischen Angebotes fixierte die heimische Schweinebörse die Mastschweine-Notierung unverändert bei 1,51 Euro/kg (Berechnungsbasis: 1,41 Euro).

"Die mit Blick Richtung Weihnachten auf Volllast produzierende Wurst- und Schinkenindustrie dürfte auch in nächster Zeit das Hauptargument für ausgewogene Verhältnisse sein", stellt Johann Schlederer von der Schweinebörse zu den kurzfristigen Markttendenzen fest.