EU-Schweinemarkt: Stabile Preise bei ruhigem Absatzverlauf

Notierung bleibt in Österreich weiter unverändert.

Wien, 12. August 2016 (aiz.info). - Wie seit Wochen bleibt das Lebendangebot am europäischen Schweinemarkt weiterhin deutlich unter der Vorjahresmenge. Daher fußt das aktuelle Preisniveau auf festem Fundament, obwohl am Fleischmarkt bei wesentlichen Teilstücken wie etwa Schinken von tendenzieller Flaute berichtet wird. Während Mittelmeerländer wie Spanien und Italien für Ende August wegen heimkehrender Urlauber Absatzrückgänge befürchten, hoffen andere EU-Länder genau deshalb auf neue Impulse. Im EU-Mittel gleicht sich dieser Aspekt aus. Vor diesem Hintergrund wurde unionsweit auf unverändertem Niveau notiert. Auch in Deutschland hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Basispreis für Schlachtschweine für den Zeitraum 11. bis 17. August auf dem Vorwochenniveau belassen.

In Österreich bestimmt die Knappheit bei schlachtreifen Schweinen seit 15 Wochen das Preisgeschehen. Das Lebendangebot lag in den letzten acht Wochen um 5 bis 8% unter dem Vorjahreswert. Der Fleischmarkt zeigt sich trotzdem ausreichend versorgt. Aktuell beklagen Exporteure nach Italien die Konkurrenz deutscher Dumpingangebote bei Schinken. Dem Versuch der Erzeugergemeinschaften, bei der Österreich-Börse eine Preiserhöhung zu erreichen, stand das Argument der feiertagsbedingt kurzen Schlachtwoche entgegen. Die Konsequenz daraus: Die Mastschweine-Notierung bleibt auch hierzulande unverändert bei 1,62 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,52 Euro je kg).

"Die Anzeichen auf ein Anhalten von zumindest stabilen Verhältnissen überwiegen derzeit. Die Bäume werden aber heuer nicht mehr in den Himmel wachsen, da laut deutschen Chinaexporteuren die Abschlüsse mit Peking schwieriger geworden sind", fasst Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse die kurzfristigen Marktaussichten zusammen.