EU-Schweinemarkt: Stabile Verhältnisse gehen in die zehnte Woche

Unveränderte Notierung auch in Österreich.

Wien, 9. September 2016 (aiz.info). - Am europäischen Schweinemarkt sind Angebot und Nachfrage seit Wochen deckungsgleich, weshalb wenig Grund zur Veränderung des Preisniveaus besteht. Verständlicherweise versucht aber die Erzeugerseite immer wieder mögliches Potenzial nach oben auszuloten. In Deutschland (+1 Cent) wird gerade getestet, ob es noch Luft nach oben gibt. Auch die französische Schweinebörse mit +1,2 Cent untermauert die zurzeit stabilen Verhältnisse am Binnenmarkt.

In Österreich präsentiert sich am Lebendmarkt ein flüssiges Gefüge. Die Beurteilung vom Fleischmarkt ist weniger eindeutig, so stehen laut Großhandel Grillartikel trotz idealem Spätsommerwetter unter Druck. Aber auch die Lust auf Grillkoteletts lässt alljährlich um diese Jahreszeit nach. Das frische Schweineangebot weist eine steigende Tendenz Richtung 100% auf - die Bestellmengen ebenso. Vor diesem Hintergrund verharrte die Mastschweine-Notierung an der österreichischen Schweinebörse bei 1,62 Euro (Berechnungsbasis: 1,52 Euro/kg).

Weil um diese Jahreszeit durch einen Angebotsdruck nicht selten auch ein Preisdruck gefolgt ist, beobachtet die Branche aktuell das Marktgefüge sehr genau. Unter Vorjahresniveau erwartete Schlachtzahlen im vierten Quartal und Gefrierlager mit freien Kapazitäten dürften aber auch in nächster Zeit für viel Fundament sorgen, schätzt Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse, die kurzfristigen Marktaussichten ein.