EU-Schweinemarkt: Stabile Verhältnisse trotz reichlichem Angebot

Mastschweine-Notierung in Österreich auf Vorwochenniveau fixiert.

Wien, 29. Jänner 2016 (aiz.info). - Quer durch die EU herrscht derzeit kein Mangel an Schlachtschweinen. Die Schlachtgewichte tendieren überall wieder nach unten, liegen aber nach wie vor über dem Durchschnittsniveau. Etwas überraschend, aber nicht ganz unerwartet, hat die EU die geförderte Private Lagerhaltung (PLH) von Schweinefleisch (PLH) beendet. Schneller als vermutet wurden die erwarteten 90.000 t geordert, was sicher zur Marktentlastung und Preisstabilisierung im Jänner beigetragen hat, aber auch sehr schnell den budgetierten Topf von 30 Mio. Euro ausgeräumt hat. Der PLH-Stopp hat vermutlich auch dazu beigetragen, dass in Deutschland die Preisanstiegserwartungen auf Erzeugerebene und darüber hinaus vorerst vom Tisch sind, die Notierung bliebt unverändert.

In Österreich präsentiert sich der Schweinemarkt ausgewogen. Schlachtgewichte und schlachtreife Tiere weisen eine sinkende Tendenz auf. Weniger ausgewogen verlief der Fleischmarkt in der abgelaufenen Woche. Marktbeteiligte beschreiben die Absatzsituation als "wie abgerissen". Mit rund 1.200 t fiel auch die Teilnahme der österreichischen Fleischwirtschaft an der PLH eher unterdurchschnittlich aus. Vor diesem Hintergrund wurde an der Schweinebörse die Mastschweine-Notierung auf dem Vorwochenniveau fixiert, sie liegt daher weiterhin bei 1,25 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,15 Euro je kg).

"Vorauseilende Befürchtungen hinsichtlich des Faschingsgeschäfts dürften dringend erforderlichen Preisverbesserungen vorerst keine Chance lassen. Da die beantragten PLH-Mengen aber erst in den nächsten Wochen tatsächlich ins Gefrierlager gebracht werden, sollte man von zumindest stabilen Verhältnissen ausgehen können", erwartet Johann Schlederer von der Schweinebörse.