EU-Schweinemarkt: Umfangreiches Angebot drückt auf die Preise

Österreich: Schlachtgewichte liegen auf Rekordniveau - Notierung sinkt.

Wien, 13. November 2015 (aiz.info). - Der europäische Schweinemarkt bleibt weiterhin gesättigt. Während die Schlachtgewichte wegen verzögerter Abholung ausnahmslos ansteigen und den ohnehin vollen Fleischmarkt zusätzlich belasten, ist das Abnehmerverhalten anhaltend vorsichtig und nicht offen für zusätzliche Mengen. Erneute Preisrücknahmen im Bereich von 3 Cent (Deutschland) bis zu 5 Cent sind die Folge.

Auch in Österreich finden schlachtreife Schweine nur zeitverzögert Platz am Schlachthaken. Die Schlachtgewichte liegen mit durchschnittlich knapp 98 kg auf Rekordniveau. Im Fleischhandel dominiert - getrieben durch internationale Mitbewerber - gegenseitiges Unterbieten bei Teilstückpreisen das Geschehen. Vor diesem Hintergrund musste auch hierzulande die Schweinebörse die Mastschweine-Notierung neuerlich reduzieren. Sie sinkt um 3 Cent auf 1,28 Euro (Berechnungsbasis 1,18 Euro je kg).

"Zeichen für eine Entspannung am Markt sind derzeit nicht wirklich sichtbar. Das nunmehr erreichte tiefe Preisniveau sollte aber die Kauflust der Fleischindustrie im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft beflügeln und wenigstens zur Stabilisierung beitragen", stellt Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse, zu den kurzfristigen Marktaussichten fest.