EU-Schweinemarkt: Verbessertes Preisniveau kann sich behaupten

Notierung in Österreich trotz deutscher Hauspreis-Situation stabil.

Wien, 10. Juni 2016 (aiz.info). - Quer durch die EU wird derzeit von einem schwächer tendierenden Angebot und von zeitnaher Abholung gesprochen. In Frankreich (+3 Cent) lässt der flotte Absatz das Schlachtgewicht um weitere 470 g sinken. Etwas anders sieht die deutsche Schlachtbranche den aktuellen Markt. Mehrheitlich wurde in der abgelaufenen Woche eine Hauspreispolitik auf Vorwochenniveau gefahren, also um 5 Cent unter der offiziellen Notierung. Deshalb musste die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) - obwohl speziell im Norden der BRD die Abholung flott vonstatten geht - eine geringfügige Korrektur von -2 Cent vornehmen.

Auch der österreichische Schweinemarkt blieb von der deutschen Hauspreis-Situation nicht ganz verschont. Laut Fleischhandel wurde das schon zuvor ins Stocken geratene Preisumsetzen noch schwieriger. Vor diesem Hintergrund waren die heimischen Abnehmer hierzulande mit der Preisfixierung auf unverändertem Vorwochenniveau nicht vollends einverstanden. Maßgeblich für diese Entscheidung war das anhaltend unterdurchschnittliche (90%) Schweineangebot, welches den Umfang der Bestellungen nicht abdecken konnte. Die Mastschweine-Notierung der Schweinebörse bleibt jedenfalls mit 1,49/kg (Berechnungsbasis: 1,39 Euro) unverändert.

"Derzeit überwiegen die Anzeichen, dass die stabile Phase auf dem aktuellen Preisniveau zumindest anhält. Exporte nach Asien sowie Grillgeschäfte, die hoffentlich durch verbessertes Wetter begünstigt werden und ein weiterhin nicht drückendes Angebot stehen hinter dieser Einschätzung", betont Johann Schlederer von der Schweinebörse zu den kurzfristigen Marktaussichten.