EU-Schweinemarkt: Knappe Versorgungslage bei schlachtreifen Tieren

Fleischmarkt in Balance - Notierung bleibt in Österreich unverändert.

Wien, 2. Juni 2017 (aiz.info). - Stabile bis leicht steigende Notierungen (Deutschland: +1 Cent, Frankreich: +0,3 Cent) charakterisieren aktuell den Schweinemarkt in der EU. Trotz des anhaltend knappen Angebots an schlachtreifen Schweinen bleiben substanzielle Preisverbesserungen vorerst aus. Einerseits sind es feiertagsbedingt reduzierte Schlachtkapazitäten, aber auch amerikanische Dumpingpreise beim Asienexport sowie Widerstände der Fleischindustrie, die seit geraumer Zeit Schwierigkeiten mit den erhöhten Einstandspreisen hat. Umgekehrt wirkt sich die flott angelaufene Grillsaison günstig auf die Nachfrage nach Schweinen aus. Ebenfalls positiv ist die Meldung zu qualifizieren, wonach die Chinaexport-Sperre für den deutschen Branchenführer bei den Schlachtbetrieben, Tönnies, wieder aufgehoben wurde. Der Süden Europas, wie Italien und Spanien, bereitet sich auf einen starken Urlauberzustrom vor, was ebenfalls zu Optimismus in diesen Regionen führt.
In Österreich zeigt sich der Markt seit Wochen unverändert, Schlachtschweine sind anhaltend gesucht. Auf der Fleischseite zeigt sich ein etwas uneinheitliches Bild: Während die Schlachtbranche zur Auslastung der Betriebe händeringend nach Ware sucht, kündigt die Wurstindustrie ein Verringern der Verarbeitungskapazität an. Vor dem Hintergrund eines abermals unterdurchschnittlichen Angebots, aber auch wegen der bevorstehenden Feiertagswoche, wurde an der heimischen Schweinebörse die Mastschweine-Notierung auf dem unveränderten Vorwochenniveau von 1,76 Euro (Berechnungsbasis: 1,66 Euro) je kg Schlachtgewicht fixiert.