EU verkauft Magermilchpulver aus Intervention

Maßnahme nach leichter Preiserholung gesetzt.

Brüssel, 24. November 2016 (aiz.info). - Die EU-Kommission will ihre Interventionsbestände wieder abbauen und plant den Anfang mit einer kleineren Charge Magermilchpulver. Der erste Gebotstermin läuft ab 25. November bis zum 13. Dezember 2016, mit dem 22.150 t Magermilchpulver aus der Intervention wieder auf den Markt gelangen sollten. Ein entsprechender Vorschlag wurde heute in Brüssel im Ausschuss für die Marktordnung abgestimmt. Von der ausgeschriebenen Menge lagern knapp 7.800 t in Belgien, 6.000 t in Litauen und 580 t in Deutschland. Die EU-Kommission argumentiert mit den wieder etwas höheren Milchpreisen, die einen Verkauf von Interventionsbeständen zuließen. Zudem hält sie die ausgeschriebene Menge in Höhe von 6% der Interventionsbestände über 355.000 t Magermilchpulver für einen vorsichtigen Einstieg. Agrarverbände warnen dagegen vor einer vorzeitigen Freigabe der Bestände, die die empfindliche Preiserholung gleich wieder zu Nichte machen könnte. Nach einer kontinuierlichen Produktionsverlangsamung wurde seit September 2016 kein Magermilchpulver mehr eingelagert.