EU verteidigt Spitzenplatz als größter Agrar- und Lebensmittelexporteur

2014 entfielen 7% der EU-Gesamtexporte auf diesen Sektor.

Brüssel, 3. August 2015 (aiz.info). - Trotz Russland-Embargo hat die EU 2014 ihre weltweit führende Rolle im Export von Agrar- und Ernährungsgütern verteidigt. Der Sektor hatte einen Anteil an der EU-Gesamtexportmenge von mehr als 7% und erwirtschaftete einen Nettoüberschuss im Außenhandel von 18 Mrd. Euro, teilt die EU-Kommission mit. Die USA, Russland, China, die Schweiz und Japan sind aktuell die Top-Fünf Destinationen für Agrar- und Lebensmittelausfuhren aus den EU-28.

Mit einem Anteil von 13% an den Gesamtexporten sind die USA mit Abstand der wichtigste Handelspartner der EU. Auch wenn die Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTP) zwischen EU und den Vereinigten Staaten noch laufen, hat sich bereits jetzt der Agrar- und Lebensmittelhandel über den großen Teich intensiviert. Immerhin sind 2014 die Verkäufe in keiner anderen Top-Destination schneller angewachsen als in den USA, nämlich um 7%.

Der zweitwichtigste Exportmarkt für die EU ist Russland, auch wenn der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte um 23% wegen des russischen Einfuhrembargos für bestimmte Erzeugnisse aus der EU eingebrochen ist.

Wein und Spirituosen sind wichtigstes Exportgut

"Spirituosen und Liköre" sowie "Wein, Cider und Essig"' zählten mit einem Anteil von jeweils 8% an den gesamten Agrar- und Lebensmittelausfuhren der EU-28 weiterhin zu den wichtigsten Exportgütern. Die höchsten Gewinne wurden dagegen mit dem Handel von Säuglingsnahrung, Milchpulver und Molke, Weizen, Schokolade und Süßwaren sowie Zubereitungen mit Gemüse, Früchten und Nüssen gemacht.

Auf der Importseite, hat die EU am Weltmarkt vermehrt tropische Früchte, Nüsse und Gewürze, Kaffee und Tee, Kakaoprodukte (Bohnen, Paste und Pulver) sowie Gemüsezubereitungen nachgefragt. Deutlich weniger Importe wurden bei Zucker und verschiedenen Ölsaaten registriert.

Außerdem war die EU mit 3 Mrd. Euro wiederum der größte Importeur von Agrarprodukten und Lebensmitteln aus den am wenigsten entwickelten Ländern (LDC) und lag damit klar über dem Wert von USA, China, Japan, Russland und Kanada, die zusammen auf 2,5 Mrd. Euro gekommen sind. Der ausführliche Bericht steht auf aiz.info als Download zur Verfügung.

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