EU verzeichnete im August weitere Steigerung der Agrarexporte

Ausfuhren legten auf 10,65 Mrd. Euro zu.

Brüssel, 24. Oktober 2016 (aiz.info). - Die Europäische Union verzeichnete im August 2016 eine weitere Steigerung bei den Exporten von Agrarprodukten und Lebensmitteln. Konkret stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,3% auf 10,65 Mrd. Euro. Gleichzeitig legten die Importe nur um 3,2% auf 8,89 Mrd. Euro zu, wobei vor allem die Einfuhren aus Brasilien und den USA spürbar erhöht wurden. Dies teilte die EU-Kommission heute mit.

Die höchsten wertmäßigen Zuwächse bei den EU-Agrarexporten wurden im August 2016 bei den Lieferungen in die USA (+221 Mio. Euro) und nach China (+106 Mio. Euro) verzeichnet. Auch die Ausfuhren nach Vietnam, Japan und Südkorea konnten spürbar (um jeweils etwa 50 Mio. Euro) gesteigert werden. Dem gegenüber wurden weniger Waren nach Ägypten, Jordanien und in die Türkei geliefert. Bezogen auf die einzelnen Produktkategorien war der wertmäßige Exportzuwachs bei Babynahrung (+113 Mio. Euro) und bei Schweinefleisch (+101 Mio. Euro) am höchsten, gefolgt von Olivenöl und Weizen. Einbußen wurden hingegen bei anderen Getreidearten sowie bei Milchpulver und Tierhäuten verbucht.

Starke Zuwächse bei Ausfuhren in die USA

Im Zeitraum September 2015 bis August 2016 erreichten die EU-Exporte an Agrarprodukten und Lebensmitteln einen Wert von 129,5 Mrd. Euro, was gegenüber der Vorjahresperiode einem Plus von 1,3% entspricht. Auch hier wurden die größten Zuwächse bei den Ausfuhren in die USA (+1,8 Mrd. Euro) sowie nach China (+1,5 Mrd. Euro) verzeichnet.

Aufgeschlüsselt nach Produktgruppen wurden im genannten Zeitraum die stärksten Exportsteigerungen bei Schweinefleisch (+1,2 Mrd. Euro oder +31%), Frischgemüse (+439 Mio. Euro) und Lebendtieren (+382 Mio. Euro) gemeldet. Auf der anderen Seite wurden laut EU-Kommission deutliche Einbrüche bei den Lieferungen von Tierhäuten und Fellen (-1,3 Mrd. Euro), Weizen (-837 Mio. Euro) sowie bei Milchpulver (-708 Mio. Euro) festgestellt.

Die Importe der EU an Agrarprodukten und Lebensmitteln legten von September 2015 bis August 2016 wertmäßig leicht (+1,5%) auf 112 Mrd. Euro zu. Daraus ergab sich ein Plus im Agrar-Außenhandel von mehr als 17 Mrd. Euro. Vor allem bei den Einfuhren aus der Ukraine wurden hohe Zuwächse (+748 Mio. Euro) verzeichnet. Auch Waren von der Elfenbeinküste und aus Argentinien fanden vermehrt Abnehmer in der EU. Dem gegenüber musste Brasilien bei seinen Lieferungen Richtung EU ein Minus von 1,2 Mrd. Euro hinnehmen.