Experten: Schweineproduktion wird 2016 in Österreich sinken

Bundesanstalt erwartet Rückgang um 2,9%.

Wien, 9. März 2016 (aiz.info). - Die Bruttoeigenerzeugung von Schweinen wird heuer in Österreich voraussichtlich um 2,9% auf 4,73 Mio. Stück sinken. Konkret dürfte die heimische Produktion im ersten Quartal 2016 rund 1,17 Mio. Tiere umfassen, im zweiten Quartal 1,15 Mio. Stück, im dritten 1,17 Mio. und im vierten Quartal 1,24 Mio. Schweine. Dies geht aus der jüngsten Prognose der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft hervor.

Die Prognose der Bundesanstalt basiert im Wesentlichen auf der Schweinebestands-Erhebung zum Stichtag 1. Dezember 2015, die von der Statistik Austria im Rahmen der Allgemeinen Viehzählung vorgenommen wurde. Sie ergab einen gesamten Schweinebestand von rund 2,85 Mio. Stück.

Das bedeutet im Jahresvergleich einen Rückgang um 0,8%. Die Zahl der Ferkel sank dabei um 1,4%, die der Schweine mit 20 bis 50 kg nahm um 2,4% ab. Der Mastschweinebestand erhöhte sich insgesamt um 0,2%, wobei sich die Zahl der leichteren Tiere (zwischen 50 und 110 kg) verringerte, während die Mastschweine über 110 kg zahlenmäßig um 8,1% zulegten. Die Zuchtsauenherde hat sich insgesamt um 1,1% vergrößert, wobei die Zahl der gedeckten Sauen um 0,4% sank, während bei den ungedeckten ein Plus von 4,9% verzeichnet wurde.

Einbußen im Außenhandel

Im Jahr 2015 wurden in Österreich rund 5,38 Mio. Schweine gewerblich geschlachtet, um 0,1% mehr als im Jahr zuvor. Dazu kamen noch 32.545 Hausschlachtungen. Der Außenhandel mit Lebendschweinen und Schweinefleisch war im abgelaufenen Jahr sowohl ausfuhr- als auch einfuhrseitig rückläufig, wie aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervorgeht. Die Lebendschweineimporte verringerten sich im Jahresvergleich um 3,7% auf rund 594.000 Stück, während die Exporte um 13,4% auf etwa 51.000 Tiere sanken. Die Fleischeinfuhren betrugen umgerechnet rund 2,11 Mio. Stück, was einer Abnahme um 9,3% entspricht. Die Ausfuhren von Schweinefleisch schrumpften um 8,5% auf 2,63 Mio. Tiere. Umgerechnet in Stück wurden also insgesamt 2,7 Mio. Schweine importiert und 2,68 Mio. exportiert. Daraus resultiert ein Importüberhang von rund 25.000 Stück.

Aus den genannten Zahlen ergibt sich für 2015 eine vorläufige Bruttoeigenerzeugung (Schlachtungen minus Lebendimporte plus Lebendexporte) von 4,87 Mio. Stück, was im Jahresvergleich eine Zunahme um 0,4% bedeutet. Der Inlandsabsatz war mit rund 4,86 Mio. Schweinen um 0,7% höher als 2014.

Erzeugerpreise waren 2015 rückläufig

Der Erzeugerpreis für Schweine sank laut Berechnungen der Bundesanstalt im Jahr 2015 um 9,8% auf 1,44 Euro/kg Schlachtgewicht. Die Ferkelpreise nahmen um durchschnittlich 13,7% auf 1,90 Euro/kg Lebendgewicht ab. Die Preise für Zuchtsauen verringerten sich im Durchschnitt um 9% auf 398 Euro pro Stück.