Fischzucht: Nischenmarkt als Chance

Heimische Landwirte durchleben schwierige Zeiten, die ökonomische Situation wird hinterfragt. Einige überlegen, ihre Betriebe umzustellen. Eine Möglichkeit bietet der Einstieg in die Fischzucht.

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Die Fischerei hat bei uns lange Tradition. Schon im Mittelalter war der Bevölkerung der Erhalt von Fischbeständen als wertvolle Nahrungsquelle wichtig. Heutzutage wird Österreich durch ökonomische, ökologische und rechtliche Bedingungen, durch die geographische Lage sowie die gemeinsame Fischereipolitik der EU geprägt.

Die heimische Fischereipolitik setzt vor allem auf den Erhalt der Artenvielfalt. Gefördert wird diese unter anderem durch die Erhebung der Fischbestände, die nachhaltige Nutzung von Fisch gewässern, Statistiken über den Fischbesatz und Ausfang sowie die Verbesserung der Produktionsvoraussetzungen. Organisiert werden die Fisch produzenten vom „Österreichischen Verband für Fischereiwirtschaft und Aquakultur“.

Selbstversorgungsgrad steigern

In Österreich liegt der Schwerpunkt bei der Fischerei in der Forellen- und Karpfenzucht:
  • In 230 Teichanlagen werden 2.000 t Forellen und in 190 Anlagen mit einer Fläche von knapp 2.700 ha 800 t Karpfen gezüchtet.
  • Pro Jahr werden rund 3.300 t Fisch produziert.
  • In Österreich sind unter anderem der Saibling, Wels, Hecht, Aal oder Zander heimisch.
  • Die Vermarktung übernehmen hauptsächlich die Erzeugerbetriebe selbst. Der Absatz erfolgt über die Gastronomie und den Ab-Hof-Verkauf.
  • Der Durchschnitts-Österreicher konsumiert 7,5 kg Fisch pro Jahr. Der Selbstversorgungsgrad liegt aktuell bei 5 %; eine Erhöhung wird angestrebt.
Fisch ist sehr beliebt auf dem heimischen Speiseplan. Es eröffnet sich für die bäuerliche Fischereiwirtschaft somit die Chance, vermehrt in diesen Nischenmarkt einzusteigen.

Recht und Ordnung

Die rechtlichen Grundlagen und Entscheidungen für die Fischereiwirtschaft obliegen den Bundesländern. Gesetze werden von den Landtagen beschlossen und von den Bezirksverwaltungsbehörden (1. Instanz) und den Landesregierungen (2. Instanz) vollzogen. Wichtig: Die Fischerei zählt zur land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung. Sie ist daher vom Geltungsbereich der Gewerbeordnung ausgenommen. Das Landesgesetz regelt unter anderem die Fischerberechtigung, das Fischwasser, die Fischereireviere, Verpachtungen und die Bewirtschaftungsbestimmungen.

Schmackhaft und gesund

Am 22. August ist der internationale Tag der Fische. Dabei soll auf den Schutz aller Fischarten aufmerksam gemacht werden. Im Sommer finden in ganz Österreich diverse Festlichkeiten statt, die den Fisch in den Mittelpunkt stellen. Von Ost nach West gibt es eine breite Vielfalt:
  • Im Neusiedlersee etwa leben rund 30 Fischarten wie der Hecht, Wels oder Karpfen. Die Fische werden direkt am See, auf Märkten oder an die Gastronomie verkauft.
  • Im südlichen Niederösterreich, der Steiermark und in Kärnten werden Alpenlachse gezüchtet. Diese Art weist einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf.
  • Die Spezialität des Waldviertels ist der Karpfen. Innerhalb von 4 Jahren werden die Fische rund 2 – 3 kg schwer.
  • Im Salzkammergut stehen die Traunforelle oder der Hallstatt-Reinanke gerne am Speiseplan.
  • Ganz im Westen, im Bodensee, leben rund 30 Fischarten. Knapp die Hälfte wird für die Zubereitung von Nahrungsmitteln verwendet.

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