Flaute am EU-Schweinemarkt hält an

Österreich mit Schlachtschweinen unterversorgt.

Wien, 24. Juli 2015 (aiz.info). - Unveränderte Preise, Argumente und Stimmungslagen kennzeichnen die aktuelle Situation am europäischen Schweinemarkt. Die hochsommerliche Hitze dämpft zwar das Wachstum der Schweine und somit das Angebot, aber auch der Fleischkonsum leidet bei diesen Temperaturen. In Deutschland (+/- 0) ist speziell im Norden trotz geringem Schweineangebot (92%) eher von Druck als von Entspannung die Rede. Auch in Frankreich ist das Bemühen die Preise hoch zu setzen wenig erfolgreich. Erstmals wird auch in der Bretagne von ansonsten nur in Deutschland bekannten Hauspreisen gesprochen.

In Österreich sind Schlachtschweine gesucht. Das inzwischen auf unter 95 kg gesunkene Schlachtgewicht sowie unterdurchschnittliche Schlachtzahlen unterstreichen diese Situation. Während für die Frischfleischversorgung insbesondere bei Grillartikeln der Ausverkauf dominiert, wandern andere Teile vom Schwein in die ohnehin stark gefüllten Gefrierlager. Vor diesem Hintergrund wurde auch an der heimischen Schweinebörse die Mastschweine-Notierung mit 1,41 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,31 Euro) auf Vorwochenniveau fixiert.

"Die Anzeichen auf Anhalten der oben beschriebenen Sommerflaute überwiegen", schätzt Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristige Marktentwicklung ein.