Fleischkontrolle übermittelt Schlachttier-Daten an Erzeuger

Neue Software gibt Produzenten rasche Rückmeldung - ÖFK-Projekt befindet sich in der Endphase.

St. Pölten, 4. November 2014 (aiz.info). Die ÖFK - Österreichische Fleischkontrolle Ges.m.b.H. ist als Dachorganisation der österreichischen Klassifizierungsdienste nicht nur in der Schlachtkörperklassifizierung und Markenprogrammauslobung tätig, sondern auch für die Rückverfolgbarkeit vom Stall bis zum Teller verantwortlich. Im neuen Projekt der ÖFK wird allerdings die Nachvollziehbarkeit in die umgekehrte Richtung - vom Schlachthof bis in den Stall - weiter ausgebaut. Konkret sollen alle am Schlachtbetrieb relevanten Daten zu den Schlachttieren (Verwiegung, Klassifizierung, Markenprogramme sowie Daten der Schlachttier- und Fleischuntersuchung) österreichweit, rasch und übersichtlich an die Erzeuger übermittelt werden.
Die ÖFK wurde vom Bundesministerium für Gesundheit zur Umsetzung der entsprechenden EU-Verordnung beauftragt, dezentral elektronisch erfasste Informationen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung zu bündeln. Nachdem die ÖFK bereits seit 2005 auf den meisten österreichischen Schlachtbetrieben mit der klassifizierungsdiensteigenen Erfassungs-EDV tätig ist, werden die bestehenden Hardwarestrukturen mit einer neu entwickelten Erfassungssoftware für Schlachttier- und Fleischuntersuchungsdaten verwendet. Die Rückmeldung der Befunddaten an den Produzenten zur Verbesserung der Tiergesundheit erfolgt ab November über das Klassifizierungs- und Wiegeprotokoll der ÖFK, welches im Zuge der Umstellung auch neu gestaltet wurde. Das Gesamtprojekt befindet sich laut der Dachorganisation in der Endphase der Umsetzung und in den verbleibenden Schlachtbetrieben werden die Voraussetzungen für die elektronische Erfassung der Befunddaten noch geschaffen.