Förderprogramm "Gründung am Land" geht in die nächste Runde

Bis zu 50.000 Euro für junge, innovative Unternehmen - Bis 13. Oktober einreichen.

Wien, 14. September 2017 (aiz.info). - Am 4. September ist das Förderprogramm "Gründung am Land" des Wirtschafts- (BMWFW) und des Landwirtschaftsministeriums (BMLFUW) sowie der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) in seine dritte Runde gestartet. Bevorzugt technisch-innovative Investitionsvorhaben, die im Einklang mit dem Regionalkonzept stehen in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, werden mit bis zu 50.000 Euro subventioniert. Einreichungen sind noch bis 13. Oktober 2017 möglich.

"Es gilt den Unternehmergeist und das Innovationspotenzial im ländlichen Raum weiter zu stärken. Denn nur Wachstum und Arbeitsplätze sichern lebendige Regionen nachhaltig. Aus diesem Grund stehen heuer dafür insgesamt 1,65 Mio. Euro zur Verfügung", so Wirtschaftsminister Harald Mahrer. Das Programm ist ein wichtiger Baustein der österreichischen Gründerlandstrategie. Bis 2020 sollen dadurch 50.000 Neugründungen und 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

"Bereits in den ersten beiden Programm-Runden konnten wir außergewöhnliche Projekte fördern. Um regionale Innovationsstandorte voranzubringen, setzen wir weiterhin auf die Kreativität, den Erfindergeist und die Innovationskraft der Menschen vor Ort. Der ländliche Raum hat die Zukunft, die wir ihm durch neues Denken und hartes Arbeiten geben. Mit dieser Förderung können wir die Menschen bestmöglich dabei unterstützen", betont Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter.

Neugründungen oder junge Unternehmen im ländlichen Raum

Das Programm unterstützt vielversprechende Projekte in der Gründungsphase und bestehende Unternehmen der Region, die höchstens fünf Jahre alt sind. Gefördert werden vorrangig materielle und immaterielle Investitionskosten: Zu ersteren zählen Ausgaben für Errichtung, Erwerb, Leasing, Modernisierung von unbeweglichen Anlagevermögen genauso wie für Neukauf oder Leasing von Maschinen und Anlagen. Letztere schließen den Kauf von Computersoftware, Patenten und Lizenzen sowie Copyrights und Marken mit ein. Sämtliche Ausgaben, außer für Beratungen, müssen aktivierbar sein.

In den ersten beiden "Gründung am Land"-Runden haben sich etwa 125 Unternehmen beworben, aus denen eine Expertenjury die besten 32 ausgewählt hat. Die Palette reichte von innovativen Handwerksclustern, neu beschichteten Holzplatten bis hin zu Plattformen für die Vermarktung regionaler Produkte von Kleinstproduzenten.

Einreichungen enden am 13. Oktober um 12 Uhr

Einreichungen können ausschließlich online über den aws-Fördermanager erfolgen. Die Auswahl erfolgt nach dem Wettbewerbsprinzip in einem zweistufigen Prozess. Die finale Förderentscheidung erfolgt auf Vorschlag einer externen Jury durch die aws.

Pro ausgewähltem Unternehmen ist eine maximale Förderung (nicht rückzahlbarer Zuschuss) von 50.000 Euro - bei maximal 55% der förderbaren Kosten - vorgesehen. Der Projektzeitraum beträgt zwölf Monate. Die Auszahlung erfolgt in einer Tranche anhand eines Projektkonzeptes nach der Beendigung des Vorhabens. Angesprochen werden innovative Handwerke, verarbeitendes Gewerbe und industrielle Erzeugung, innovative Dienstleistungen sowie neue Produkte und Dienstleistungen in der Region, die der Ergänzung von regionalen Wertschöpfungsketten dienen. Wesentliche Beurteilungskriterien sind der Innovationsgrad (neu in der Region), Möglichkeiten zur Absicherung des geistigen Eigentums aus dem Gründungsvorhaben beziehungsweise die wahrscheinliche Kommerzialisierbarkeit.