Forstarbeiten für den Herbst planen

Sommer und Forstarbeit sind Begriffe, die sich für viele Waldbesitzer ausschließen. Zu Unrecht. Es gibt mehrere gute Gründe, sich auch im Sommer mit dem Wald auseinanderzusetzen.

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© Husqvarna
Für viele Landwirte beginnt mit den Frühlingsmonaten die Arbeit auf den Feldern und somit endet auch die Zeit, die mit der Motorsäge im Wald verbracht wird. Dennoch sollte man sich auch über den Sommer mit dem Forst auseinandersetzen, um für den Herbst bzw. Winter richtig planen zu können.

Daher sollte auch über den Sommer bei Bedarf geschlägert werden. Geschädigte Bäume (Borkenkäfer, Windbruch) sollten schnellstmöglich aufgearbeitet werden. Das bringt noch einen höheren Erlös und verhindert weitere Schäden. Auch Böden, die eine trockene Witterung benötigen, sollte man jetzt befahren, denn ob es im Winter gefriert, ist nicht sicher. Die Sägewerke brauchen in den Sommermonaten auch Rundholz. Vor allem aber sind Frächter und Schlägerungsunternehmer in der Nebensaison oft besser und billiger verfügbar.

Gepflegter Mischwald als Ziel

Der Wald wird seit langer Zeit als Sparkasse bezeichnet, geschlägert wird oft nur, wenn Geld benötigt wird. Das man dadurch Zuwachsverluste in Kauf nehmen muss, stellen verschiedene Studien seit langem klar. Das Ziel jedes Waldbesitzers sollte es deshalb sein, einen zuwachsstarken, stabilen und gepflegten Mischwaldbestand zu erreichen. Durchforstungen sind das beste Mittel, um im Wald einzugreifen und frühzeitig die Entwicklung steuern zu können.

Wichtig beim Durchforsten ist es, vitale und qualitativ hochwertigere Bäume zu fördern, indem man umliegende Bäume entfernt und somit den Baumkronen mehr Licht zur Verfügung stellt. Kranke, verletzte oder abgestorbene Bäume sollten ebenso entfernt werden wie jene, die wegen starker Krümmung oder Zwieselbildung keine hochwertige Qualität mehr erreichen können.

Um Stabilität im Wald zu erreichen, sollte man von Reinbeständen Abstand nehmen. Welche Baumarten wachsen in meinem Wald und welche möchte ich fördern? Diese Fragen sollten vor jedem Eingriff abgeklärt werden, um sich langsam und Schritt für Schritt dem idealen Waldzustand anzunähern.

Von Rundholz bis zum Hackgut

Schon im Vorhinein sollte man sich Gedanken über das anfallende Holz machen und die Marktsituation beobachten. Welche Sortimente hat man anzubieten bzw. welche sind gefragt und wie verhalten sich die Preise. Vom Bloch bis hin zum Astmaterial kann heutzutage alles genutzt und verkauft werden.

Ideale Partner sind hier die Holzeinkäufer: Alle Sortimente werden zu einem guten Preis und mit einer abgesicherten Zahlung gekauft.