Fruchtbare Zuchtsauen

Die Fütterung ist ein wichtiger Faktor für die Fruchtbarkeit von Zuchtsauen.

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Das Leistungspotenzial moderner Sauengenetik wird von Zuchtverbänden mit 30 Ferkeln je Sau und Jahr angegeben. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, müssen alle Produktionsfaktoren optimal gestaltet werden:

Kondition der Jungsauen

Eine optimale Kondition der Jungsauen bei der ersten Belegung beeinflusst ihre Fruchtbarkeit und Lebensdauer positiv. Darunter versteht man, neben einem Mindestalter (230–250 Tage) und -gewicht (135–150 kg), auch eine Rückenspeckdicke von mindestens 14 mm bei der Erstbesamung.

Bedarfsgerechtes Futter

Ovulationsrate erhöhen und embryonale Verluste minimieren durch eine nährstoffreiche Fütterung vor dem Besamen und eine bedarfsgerechte Energieversorgung nach dem Besamen. Besonders bei Jungsauen und abgesäugten Sauen kann durch die Flushing-Fütterung vor dem Besamen die Ovulationsrate erhöht werden. Die hohe Energieversorgung (ca. 40 MJ) stimuliert über Insulin die Sekretion der Sexualhormone. Neben stärkereichem Laktationsfutter haben sich spezielle Rauschefutter wie Profert besonders bewährt.

Ziel der Fütterung während der Trächtigkeit ist der Konditionsaufbau abgesäugter Sauen und große, ausgeglichene Würfe. Sowohl unter- als auch überkonditionierte Sauen müssen, besonders bei der Gruppenhaltung vermieden werden. Rohfasergehalte von mindestens 7 % und eine ausgewogene Rohfaserzusammensetzung sorgen für eine gute Sättigung der Tiere und Ruhe im Stall, was sich positiv auf Ferkelzahlen, Aggressivität und Ausfälle durch Fundamentschwäche auswirkt.

Omega-3-Fettsäuren

Fischöl und L-Carnitin helfen, das genetische Leistungspotenzial der Sauen auszuschöpfen. Fischöl enthält spezielle Omega-3-Fettsäuren, welche die Fruchtbarkeit der Sauen verbessern und die Vitalität der neugeborenen Ferkel fördern.

Laktationsfütterung ist Fruchtbarkeitsfütterung

Hohe Gewichtsverluste während der Säugezeit verlängern das Absetz-Rausche-Intervall, reduzieren die Ferkelzahlen und erhöhen die Umrauschrate. Besonders Erstlingssauen sind betroffen, da diese noch einen erheblichen Nährstoffbedarf für das Wachstum und geringere Körperreserven haben. Damit die Sauen nicht mehr als 15 kg abnehmen, müssen sie während der Säugezeit bestmöglich ausgefüttert werden.

Die konsequente Umsetzung dieser Fütterungsmaßnahmen hilft, die Leistung langfristig auf hohem Niveau zu halten und angemessene Deckungsbeiträge zu erzielen. Besuchen Sie Ihr Lagerhaus und informieren Sie sich bei unseren Fachberatern.