Fruchtbarkeitsstörungen beim Rind

Wie lassen sich Fruchtbarkeitsstörungen bei der Kuh erkennen und welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?

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© Die Saat
Jeder Landwirt hat ein klares Ziel vor Augen: gesunde und leistungsfähige Tiere zu halten bzw. zu züchten. Mit einem optimalen Herdenmanagement gelingt das auch in vielen Fällen. Oft kann es aber sein, dass speziell bei der Haltung von weiblichen Tieren Probleme auftreten. Fruchtbarkeitsstörungen zählen zu den häufigsten Ursachen. Wie entstehen diese und wie werden sie gezielt verhindert?
Ein besonderes Augenmerk wird auf die genetische Veranlagung gelegt. Durch systematische Züchtung auf Langlebigkeit kann diese auf längere Sicht gesehen verbessert werden. Der Umgang mit den Tieren trägt einen wesentlichen Teil zur Verbesserung oder Verschlechterung der Fruchtbarkeit bei. Verfettete Tiere, aber auch unterernährte zeigen in den meisten Fällen schlechte Fruchtbarkeitsergebnisse.

Umweltfaktoren als Ursachen

Fruchtbarkeitsstörungen sind zu 10 % genetisch und zu 90 % von Umweltfaktoren abhängig.

Folgende Ursachen können dafür verantwortlich sein:
  • Unsachgemäße künstliche Besamung (Vorprüfung, Hygiene, optimaler Besamungszeitpunkt, Samenbehandlung, Technik)
  • Falsche Haltung und Fütterung
  • Geringes Management des Tierhalters
  • Schlechte Klimabedingungen
  • Auftreten von Infektionen
Bei der Fruchtbarkeit wird zwischen ansteckenden, durch Infektionen verursachten und nichtansteckenden Störungen unterschieden. Dank künstlicher Besamung sind seuchenhafte Störungen zurückgegangen. Nichtansteckende hingegen breiten sich weiter aus.

Rund 30 % der Kühe scheiden wegen Fruchtbarkeitsstörungen aus den Betrieben aus. Vorbeugende Maßnahmen konzentrieren sich in erster Linie auf den Geburtsverlauf, auf die leistungsgerechte Fütterung und auf die Haltung hochtragender bzw. neumelkender Kühe und Kalbinnen.

Beim Geburtsvorgang ist auf Hygiene zu achten. Einweghandschuhe dürfen nicht fehlen. Zughilfe ist auf das Notwendigste zu beschränken und soll möglichst schonend erfolgen.

Leistungsgerechte Fütterung notwendig

Fütterung spielt eine wichtige Rolle in der Fruchtbarkeit. Hohe Einsatzleistungen wirken sich negativ auf die Gesundheit von Kühen aus. Dabei ist es schwierig, eine bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu praktizieren.

Die Futterqualität und das dazugehörige Management entscheiden darüber, wie lange die Kuh nach der Abkalbung an Gewicht verliert und zu welchem Zeitpunkt die Kuh nach der Abkalbung wieder an Gewicht zunimmt. Eine positive Fruchtbarkeitsleistung ist erst nach dem Erreichen einer positiven Energiebilanz zu erwarten. Sie wird von der leistungsgerechten Fütterung und einer optimalen Nährstoffversorgung beeinflusst.

Haltung: Wohlbefinden steigert Leistung

Eine wichtige Prophylaxe, um Fruchtbarkeitsstörungen zu verhindern, ist die Haltung der Tiere. Wohlbefinden und eine hohe Futteraufnahme sind die Basis für hohe Milch- und Mastleistungen. Hier spielen wiederum der Landwirt und das Herdenmanagement eine sehr wichtige Rolle. Auf jeden Fall müssen die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt werden. Täglich frisches Futter und Wasser sind selbstverständlich. Die Aufstallung und die Futtertischbeschaffenheit müssen optimal gestaltet sein, damit sich das Tier beim Fressen wohl fühlt.

Die Laufgänge zum Futtertisch sollten möglichst trocken und rutschfest sein, damit ein artgerechtes Gehen möglich ist. In hellen sauberen Stallungen mit viel Frischluft fühlen sich Rinder besonders wohl.

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