Frühkartoffel-Ernte läuft im Inland auf Hochtouren

Angebot insgesamt ausreichend - Erzeugerpreise rückläufig.

Wien, 17. Juni 2015 (aiz.info). - Die heimische Frühkartoffel-Ernte schreitet zügig voran. Im Burgenland und in der Steiermark laufen die Erntearbeiten schon seit längerer Zeit auf Hochtouren, wobei vor allem in der Steiermark die Hektarerträge zuletzt deutlich zugenommen haben. In Ostösterreich dagegen bleiben die Zuwachsraten aufgrund der fehlenden Niederschläge hinter den Erwartungen zurück. In Summe wird das Angebot an Frühkartoffeln von den Händlern dennoch als gut ausreichend eingestuft, zumal auch das Interesse der Konsumenten etwas nachgelassen hat. In Oberösterreich, wo noch vorrangig die Frühkartoffeln unter Vlies geerntet werden, wurden zuletzt noch meist 35 Euro je 100 kg gezahlt. In Ostösterreich wurde der Erzeugerpreis zu Wochenbeginn auf 32 Euro gesenkt, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

Aus Deutschland wird von einer relativ guten Nachfrage nach Speisefrühkartoffeln berichtet. Dabei dominieren derzeit Lieferungen aus Spanien und Portugal. Das Angebot an Importware bleibt aber vergleichsweise klein und entsprechend hochpreisig. Vereinzelt sind auch noch deutsche oder französische Lagerkartoffeln im Lebensmittelhandel zu finden, diese werden aber nun rasch ausgelistet. Deutsche Frühkartoffeln sind überwiegend noch für die Direktvermarktung bestimmt. Am Wochenende dürften die ersten festschaligen Frühkartoffeln dann auch im Handel erhältlich sein.