Frühkartoffelsaison in Österreich gestartet

Angebot noch "sehr überschaubar".

Wien, 12. Juni 2017 (aiz.info). - Seit dem vergangenen Wochenende werden mittlerweile in allen Bundesländern Frühkartoffeln geerntet. Die Erträge fallen in der Regel aber noch bescheiden aus. Aus dem Burgenland und dem Marchfelder Raum wurden Ende letzter Woche Hektarerträge von 18 bis 20 t berichtet. Auch in der Steiermark wurden die Erntearbeiten wieder aufgenommen. In Oberösterreich wurden zu Wochenbeginn noch vorrangig unter Vlies produzierte Frühkartoffeln geerntet. Das Angebot ist generell noch sehr überschaubar, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit. Der Absatz im LEH wird als ruhig aber stetig beschrieben. Zudem dürfte sich momentan in Ostösterreich durch die hochsommerlichen Temperaturen und die fehlenden Niederschläge der Ertragszuwachs in Grenzen halten. Die Preise sind entsprechend stabil. In Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland lagen die Erzeugerpreise für Heurige zu Wochenbeginn bei 40 Euro/100kg.

Im Südwesten als auch im Westen Deutschlands laufen derweil die Vorbereitungen für die Frühkartoffelernte bereits auf Hochtouren. Die ersten Speisefrühkartoffeln werden bereits über Groß- und Wochenmärkte vermarktet. In der kommenden Woche dürfte es dann mit dem Verkauf über den LEH so richtig losgehen. Die beginnende Frühkartoffelsaison wird am Markt derzeit sehr zwiespältig gesehen. Einerseits überfordert kurzfristig das kräftig gewachsene Angebot an importierten Speisefrühkartoffeln die Nachfrage und sorgt für entsprechenden Preisdruck. Die Preise für freie Ware aus Ägypten, Israel oder Spanien tendierten zuletzt Richtung 30 Euro/100kg. Andererseits blicken die Marktteilnehmer zunehmend besorgt auf die Kartoffelbestände in West- und Mitteleuropa. Frost und nun anhaltende Trockenheit in bedeutenden Anbauregionen dürften zu deutlichen Ertragseinbußen führen.