Auch Rinder haben Spaß im Schnee

Weidehaltung im Winter? Warum nicht! Artgerechte und naturnahe Haltung von Rindern ist aus Sicht des Tierschutzes wichtig. Was ist zu beachten und warum ist die Freilandhaltung im Winter gut?

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© Agrarfoto
Die ganzjährige Weidehaltung wird den Ansprüchen der Rinder gerecht. Die Tiere können sich bewegen und ihre natürlichen Verhaltensweisen ausüben. Zusätzlich wirkt sich die Haltung im Freien positiv auf die Tiergesundheit aus. Nicht nur robuste Rassen (wie Galloways oder Schottische Hochlandrinder), auch Milchviehrassen sind für die Freilandhaltung im Winter geeignet.

Kontrolle ist da A und O

Rinder müssen kontrolliert werden. Im Regelfall heißt das mindestens einmal am Tag. Der Landwirt sollte sich einen Eindruck der Herde verschaffen. Eine Einzelkontrolle ist nur wichtig, wenn es notwendig ist bzw. der Landwirt am Einzeltier Veränderungen feststellt.

Auffällige Verhaltensweisen sind zum Beispiel:
  • eine verminderte Futteraufnahme,
  • eine veränderte Körperhaltung,
  • geringere Bewegungsaktivität oder
  • die Absonderung von der Herde.
Kontrollen sind besonders wichtig:
  • während der Kalbezeit,
  • der Aufzuchtphase,
  • nach Eingriffen,
  • bei Haltung auf unübersichtlichem Gelände und
  • bei ungünstiger Witterung

Grasnarbenschäden vermeiden

Besonders wichtig sind die Standortauswahl und die Gestaltung der Weide. Ziele sollten die Erhaltung der Tiergesundheit und die Vermeidung von Grasnarbenschäden sein. Sandige Böden eignen sich gut für die Winterweidehaltung. Die Verletzungsgefahr der Rinder ist relativ gering und die Trittschäden begrünen im Frühjahr schneller. Eine geringe Besatzdichte minimiert solche Schäden. Die Grasnarbe ist im Winter hohen Belastungen ausgesetzt. Eine Weideruhe im Frühjahr wirkt sich positiv auf den Bewuchs aus. Alle Rinder benötigen einen Witterungsschutz. Dieser kann natürlich (Hecken, Büsche etc.) oder künstlich (2- bis 3-seitig geschlossene, überdachte Unterstände) sein. Auf jeden Fall muss allen Tieren ein trockener, windgeschützter Liegeplatz zur Verfügung stehen. Viel Niederschlag und eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass das Haarkleid der Rinder durchfeuchtet. Somit wird die Isolierung herabgesetzt und es entsteht zusätzlich Verdunstungskälte.

Achtung Frostgefahr!

Bei Minusgraden frieren Wasserbehälter schnell ein. Selbst wenn die Tiere den Schnee auflecken, reicht das nicht, um den Wasserbedarf zu decken. Stehen natürliche Quellen, die nicht zugefroren sind, zur Verfügung, reichen diese meist aus. Isolierte Wasserwägen sind auch eine Möglichkeit. Hier muss darauf geachtet werden, dass diese regelmäßig getauscht werden. Thermo-Tränken bieten einen frostsicheren Wasserzugang. Auf alle Fälle muss der Tierhalter regelmäßig überprüfen, ob frostfreies Wasser zur Verfügung steht. Im Winter wächst kaum Weidegras. Zusätzlich steigt bei niedrigen Temperaturen der Nahrungsbedarf. Die Fütterung sollte an trockenen, befestigten Plätzen erfolgen, damit das Futter nicht verunreinigt wird. Der Bedarf an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen wird durch Lecksteine oder ähnliche Angebote gedeckt.

Sonderfall Kalben

Kalben Kühe im Winter auf der Weide, ist die Kontrollintensität entsprechend höher. Außerdem stellen laktierende Mutterkühe besondere Ansprüche an die Fütterung.
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