Transport gefährlicher Güter

Landwirte transportieren oft gefährliche Güter. Gefahrguttransporte haben viele Auflagen zu erfüllen. Mit der speziellen Gefahrgut-Box vom Lagerhaus sind Ausnahmen möglich.

Pflanzenschutzmittel, Treibstoffe und andere Betriebsmittel zählen für den Landwirt zum täglichen Bedarf. Diese transportiert er teilweise auch auf öffentlichen Straßen. Nach dem Gesetz befördert er dabei in vielen Fällen „Gefahrgut“. Für einen Gefahrguttransport gelten folgende Bestimmungen:

Der Traktor als Transporter von gefährlichen Gütern

Falls Gefahrgut mit einer landwirtschaftlichen Zug- und Arbeitsmaschine (gilt auch für dazugehörige Anhänger) transportiert wird, gelten folgende Regelungen: die Auflagen aus der Gefahrgutgesetzgebung müssen weder vom Landwirt als Beförderer noch vom Belader eingehalten werden. Voraussetzung dafür ist, dass eine Fahrgeschwindigkeit von 40 km/h nicht überschritten wird. Bei einem Unfall ist der Nachweis anzutreten, dass die Sorgfaltspflichten als Fachmann beachtet wurden.

Gefahrguttransport mit Auto oder Klein-Lkw

Erfolgt ein Transport von Gefahrgutprodukten mit dem Pkw, Pickup, Kleinlastwagen etc. sind für alle Beteiligten eines Gefahrguttransportes (Beförderer, Belader, etc.) komplexe Vorschriften der Gefahrgutgesetzgebung während des Transportes und der Be- und Entladung zu erfüllen.

Dazu gehören unter anderem:
  • das Mitführen eines Beförderungspapieres und zusätzlicher Fahrzeugausrüstungen (z.B. 2 kg Feuerlöscher)
  • das Erfüllen festgelegter Ladungssicherungsmaßnahmen
  • Beachtung von Ge- und Verboten bezüglich Zusammenladen und Zusammenpacken
  • die Verwendung einer speziellen Verpackung

Inanspruchnahme einer Ausnahmegenehmigung

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Diese Auflagen sind in der Praxis mitunter schwer zu erfüllen. Die Raiffeisen Lagerhausorganisation hat für den Landwirt eine Ausnahmegenehmigung erwirken können. Darin ist festgelegt, welche Auflagen aus der Gefahrgut-Gesetzgebung zu erfüllen sind. Das Herzstück dabei ist die Verwendung einer speziellen Gefahrgut-Box. Sie sorgt für einen praktikablen und gesetzeskonformen Transport von Gefahrgut. Damit entgeht man auch hohen Strafen - die Mindeststrafe pro festgestellten Mangel der Kategorie I beträgt 750 Euro.

ÖKL Merkblatt

Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik (ÖKL) hat das Merkblatt „Gefahrguttransporte in der Landwirtschaft“ in dritter, überarbeiteter Auflage herausgegeben. Der Grund: Die internationalen Bestimmungen in diesem Bereich haben sich geändert. Das Merkblatt ist erhältlich beim ÖKL (Tel. 01/505 18 91; per e-Mail unter office@oekl.at) oder in Ihrem Lagerhaus.
Nähere Informationen über die Gefahrgut-Box erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus.

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