Gemüseernte 2014 fiel um 16% besser aus als im Vorjahr

Zuwächse bei Fruchtgemüse - Ein Viertel mehr Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüse.

Wien, 4. Dezember 2014 (aiz.info). - Die diesjährige Erzeugung von Feld- und Gartenbaugemüse (inkl. Chinakohl) belief sich auf 689.100 t und fiel damit um 16% besser aus als im Vorjahr. Auf einer nur leicht ausgeweiteten Anbaufläche (+2%) wurde somit eine überdurchschnittliche Ernte erbracht (+11% zum Fünfjahresmittel), meldet die Statistik Austria. Zwar wirkte sich die Trockenheit zu Jahresbeginn zunächst dämpfend auf Wachstum und Entwicklung des Feldgemüses aus, zudem stellten der feuchtkühle Sommer sowie der regnerische Herbst durch vermehrtes Auftreten von Pilzkrankheiten und tierischen Schädlingen wie auch eine verminderte Anzahl von Sonnenstunden eine Herausforderung für die heimischen Erzeuger dar, dennoch wurde - bedingt durch das hohe Ertragsniveau der Hauptkulturarten Zwiebeln und Karotten - bei Hülsenfrüchten, Wurzel- und Zwiebelgemüse um 26% mehr geerntet als 2013. Auch beim Fruchtgemüse lag die Menge um 7% über dem Vorjahresniveau, Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse erreichte gegenüber dem schwachen Ergebnis von 2013 einen Mehrertrag von 5%.

Einstellige Zuwächse bei Fruchtgemüse

Die Produktion von Fruchtgemüse ergab heuer 154.200 t (+7%), was +11% gegenüber dem Fünfjahresmittel entspricht. Bei Tomaten kam es zu einer leichten Flächenausweitung, sodass bei zusätzlich guter Ertragslage 57.300 t (+7%) erzeugt wurden. Auch die Gurkenernte fiel mit 45.500 t um 7% besser aus als 2013. Zum Einlegen wurden - bedingt durch Rekultivierung der im Vorjahr hochwasserbedingt ausgefallenen oberösterreichischen Anbauflächen - um 18% mehr und damit 10.900 t geerntet. Bei Gurken unter Glas und Folie, die vornehmlich in Wien produziert wurden, war durch Flächenzuwachs ebenfalls ein Plus von 4% auf 32.200 t zu verzeichnen. Mit 18.100 t wurde bei Paprika nahezu das Vorjahresergebnis erreicht, obwohl erstmals seit zehn Jahren die Fläche der ertragsstarken Wiener Glashauskulturen um 16% reduziert wurde.

Zuckermais notierte mit 12.500 t um 5% über dem Vorjahresniveau, Speisekürbis erreichte auf neuerlich vergrößerter Fläche (+16%) 13.900 t (+16%). Bei Zucchini wurden 4.900 t geerntet (+2%).

Bei Salat das niedrigste Ergebnis seit zehn Jahren

Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse zeigte sich besonders anfällig für die - speziell im Freilandanbau - ungünstigen Witterungsbedingungen. Mit 160.800 t wurde zwar die niedrige Vorjahresernte um 5% übertroffen, das Fünfjahresmittel aber um 5% unterschritten. Für Salat erwiesen sich vor allem das schlechte Wetter des zweiten Erntehalbjahres als ertragsmindernd (-9% auf 44.900 t). Bei Kraut hingegen wurde nach den Hochwasserausfällen 2013 wieder eine leicht überdurchschnittliche Ernte von 59.200 t (+26%) eingebracht. Bei Spinat waren es 11.800 t (-9%), auch Spargel lag unter dem Vorjahresergebnis (2.500 t; -3%).

Menge bei Hülsenfrüchten, Wurzel- und Zwiebelgemüse deutlich gestiegen

Bei der Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten lag die Menge mit 374.100 t um 26% über dem Vorjahr und 20% über dem Fünfjahresmittel. Dies war hauptsächlich auf hohe Erträge bei Zwiebeln (206.000 t; +43%) und Karotten (106.900 t; +12%) zurückzuführen. Die Erzeugung von Grünerbsen stagnierte gegenüber dem Vorjahr bei 11.300 t. Knoblauch hingegen erzielte auf markant vergrößerter Anbaufläche eine Ernte von 900 t (+16%).