Gemüseernte fiel um 9% besser aus als im Vorjahr

Witterungsbedingt regionale Ertragseinbußen.

Wien, 2. Dezember 2016 (aiz.info). - 615.800 t an Feld- und Gartenbaugemüse (inklusive Chinakohl) wurden heuer in Österreich geerntet. Das sind zwar 9% mehr als im Vorjahr, im Fünf-Jahres-Mittel fiel die Ernte aber leicht unterdurchschnittlich aus (-3%), berichtet Statistik Austria. Regionale Ertragseinbußen waren hauptsächlich auf witterungsbedingte Einflüsse, wie einen verzögerten Saisonbeginn, erhöhten Krankheitsdruck sowie Frost-, Hagel- und Hochwasserschäden zurückzuführen.

Wieder deutlich mehr Karotten

Die Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten brachte eine Erntemenge von 318.200 t, was einem Plus von 12% zu 2015 entspricht und leicht unter dem Fünf-Jahres-Mittel notiert (-2%). Bei Zwiebeln, die fast ein Drittel der gesamten Gemüseproduktion ausmachen, wurde mit 163.300 t um 3% weniger geerntet als im Vorjahr, was in erster Linie am verstärkten Auftreten von falschem Mehltau lag (-4% zum Fünf-Jahres-Mittel). Bei Karotten wurde nach der hitzebedingt schlechten Vorjahresernte mit 98.500 t ein Plus von 48% und damit auch wieder eine leicht überdurchschnittliche Menge erreicht. Die Zellermenge betrug 13.100 t (+7% zu 2015). Bei Grünerbsen sorgte ein Virusbefall für ein stark unterdurchschnittliches Ertragsniveau, dank der Flächenausweitung wurden dennoch 9.000 t geerntet (-6%). Knoblauch brachte es auf einer neuerlich vergrößerten Anbaufläche auf 1.000 t, was 14% über der Vorjahresmenge liegt.

Ausfälle bei Salat und Kraut, deutlich mehr Spinat

Deutlich unterdurchschnittlich zum Fünf-Jahres-Mittel (-11%), aber 8% über dem hitzebedingt niedrigen Vorjahreswert fiel mit 141.300 t die Ernte bei Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse (inklusive Chinakohl) aus. An Salat wurden 48.700 t geerntet, um ein Fünftel mehr als 2015. Bei Kraut wurde mit 42.500 t annähernd die Vorjahresmenge erreicht, die aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle jedoch 22% unter dem Fünf-Jahres-Mittel lag. Auch Chinakohl erzielte mit 16.500 t nur 2% weniger als 2015. Die Spinaternte fiel mit 12.800 t um 16% höher aus als im Vorjahr. Auch Spargel erreichte - trotz geringerer Hektarerträge - aufgrund von Anbauausweitungen mit 2.600 t eine um 4% höhere Ernte als 2015.

Plus bei Gurken, Kürbis und Zuckermais

Die Fruchtgemüseernte betrug 156.300 t (+6% zu 2015), was einem überdurchschnittlichen Ergebnis entsprach (+6%). Bei Tomaten konnten 55.100 t und damit annähernd so viel wie im Vorjahr geerntet werden (-1%). Gurken erreichten eine Produktion von 47.500 t (+9% zu 2015). Mit 14.100 t war bei Paprika - teils flächenbedingt - ein Minus von 8% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, aber auch Lichtmangel im Frühjahr wird für ein geringeres Ertragsniveau im geschützten Anbau verantwortlich gemacht. Zuckermais hingegen brachte es aufgrund starker Flächenausweitung auf 14.000 t und damit um 31% mehr als 2015. Ebenso lieferte Speisekürbis auf einer größeren Fläche ein deutlich höheres Aufkommen von 17.500 t (+16% zu 2015) und bei Zucchini wurde, flächenbedingt, mit 6.200 t ebenfalls eine um ein Viertel höhere Ernte gegenüber 2015 erzielt.