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Gesunde Kühe durch gezielte Trockensteher-Fütterung

In der Trockenstehzeit besteht die Möglichkeit zur intensiven Regeneration des Eutergewebes und der Stabilisierung der Fasermatte im Pansen.

Die Fütterung in der Hochträchtigkeit kann die Vitalität des neugeborenen Kalbes erhöhen. Wird der Kuh in der Trockenstehzeit ausreichend Selen gefüttert, erhöht sich der Selengehalt in der Biestmilch. Selen bestimmt die Intensität des Saugreflexes und steuert so die Nährstoffaufnahme des Kalbes.
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© Garant
Die richtige Fütterung für die hochträchtige Kuh sorgt dafür, dass sie weder zu- noch abnimmt und dass die Immunabwehr die Regeneration des Eutergewebes unterstützt. Darüberhinaus fördert die ausreichende Mineral- und Vitaminversorgung das Abgehen der Nachgeburt. Zur effektiven Milchfieberprophylaxe sollte kaliumarmes Grundfutter (älteres Heu, Stroh, Maissilage, extensive Grassilage) und ein Mineralfutter mit hohem Magnesiumgehalt bei niedrigem Calciumgehalt eingesetzt werden (KuhKorn Trockenstehzeit). Junge Grassilage ist für Trockensteher nicht gut geeignet, da sie viel Kalium und Calcium enthält und so das Milchfieberrisiko erhöht.

Maissilage für Trockensteher?

Als Basis der Trockensteherration sollten 3 kg griffiges Heu bzw. 2 kg kurz geschnittenes Stroh eingesetzt werden. Grassilage ist umso besser geeignet, je griffiger (älter) sie ist, um die Kalium- und Calciummenge zu begrenzen. Die Empfehlung zum Einsatz von Maissilage bei Trockenstehern löst oft Kopfschütteln aus. Maissilage ist jedoch kalium- und calciumarm und hilft Milchfieber vorzubeugen. Der Energiegehalt der Maissilage muss mit viel Heu/Stroh in der Ration verdünnt werden, um die Verfettung zu vermeiden. Die maximale Maissilagemenge für eine trockenstehende Kuh liegt bei 5 kg/Tag.

Mischrationen für Trockensteher

Anstelle von Heu sollte in Mischrationen Stroh eingesetzt werden, da Stroh eine bessere Strukturwirksamkeit hat. Heu nimmt die Feuchtigkeit der Silagen schneller auf als Stroh und verliert so rasch an Strukturwirksamkeit im Mischwagen.
Eine Möglichkeit zur Herstellung der Trockenstehermischung ist das Aufmischen der laktierenden Mischration mit 2 kg kurz geschnittenem Stroh. Vorteil dieser Vorgehensweise ist der Verbleib aller Komponenten der Laktationsration in der Fütterung der Trockensteher. Der Pansen „beschäftigt“ sich somit das ganze Jahr über mit allen Futtermitteln. Die Futterumstellung von der Trockenstehzeit auf die Laktation erfolgt für den Pansen problemloser. Die Mineral- und Vitaminergänzung erfolgt beim Einsatz von Mischrationen mit KuhKorn Trockenstehzeit.

Nacherwärmung vermeiden

Mischrationen für Trockensteher werden aus arbeitswirtschaftlichen Gründen meist zweitägig vorgelegt. Wichtig ist jedoch, dass sich die Ration am Futtertisch nicht erwärmt. Fressen die Trockensteher nacherwärmte Mischrationen, nehmen sie auch durch die Nacherwärmung gebildete Toxine auf, die die Immunabwehr schwächen (Krankheitsanfälligkeit). Flüssige Konservierungsmittel wie LagroSIL pH liquid bieten einen bewährten, effektiven Schutz. Achten Sie darauf, dass die Konservierungsmittel mit Wasser verdünnbar sind, um eine ausreichende Flüssigkeitsmenge zum Einmischen zu erhalten. Die geringe Flüssigkeitsmenge des Konservierungsmittels (ca. 2 l/t) alleine kann oft nicht gleichmäßig eingemischt werden. Ein Beispiel: 2 l LagroSIL pH liquid je Tonne verdünnt 1:2 mit Wasser (4 l/t) ergeben 6 l Konservierungslösung zum Einmischen in die Mischration.
Die notwendige Ergänzung von Mineralstoffen und Vitaminen erfolgt über Mineralfutter. Unzufriedenheit bei Praktikern hat in der Vergangenheit die Tatsache ausgelöst, dass die Aufnahme des mehligen (und teuren) Trockensteher-Mineralfutters nicht kontrolliert werden konnte. Man war sich nie ganz sicher, ob die Kühe das mehlige Mineralfutter auch wirklich aufgenommen haben. Bei Verwendung des pelletierten Trockensteher-Mineralfutters KuhKorn Trockenstehzeit kann einfach beobachtet werden, ob die Kühe die Mineralisierung bereits aufgenommen haben oder nicht. Bei Trockensteher-Leckmassen hängt die Mineralstoffaufnahme von der einzelnen Kuh ab und ist deshalb ungenau.

Effekte der richtigen Trockensteherfütterung

Zugegeben, es ist schwierig den Effekt der richtigen Trockensteherfütterung zu messen. Dennoch gibt es Hinweise, die auf ein gutes Trockenstehermanagement hinweisen:
  • Vitale Kälber mit intensivem Saugreflex.
  • Rasches und vollständiges Abgehen der Nachgeburt.
  • Frisch abgekalbte Kühe fressen unmittelbar nach der Abkalbung.
  • Niedrige Mastitisrate bei frischlaktierenden Kühen.
Die optimale Trockensteherration sorgt für guten Appetit der Kühe am Beginn der Folgelaktation. Durch die strukturbetonte Ration in der Hochträchtigkeit werden die Kühe daran gewöhnt, hohe Futtermengen aufzunehmen, um satt zu werden. Die Mengen- und Spurenelemente sowie Vitamin E halten die körpereigene Immunabwehr hoch und minimieren das Risiko für Infektionen und Krankheiten.

Fazit: Wellnessfaktor für Ihre Kühe

Sensible Hochleistungskühe reagieren dankbar auf ein sorgfältiges Trockenstehermanagement. Neben einer schmackhaften und ausreichend mineralisierten Trockensteherration bietet ein hohes Maß an Kuhkomfort (Tiefstreu) den maximalen Wellnessfaktor für gestresste Kühe.

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