Blattdünger für Getreide und Raps

Im Vergleich zu den Vorjahren wurde 2014 deutlich weniger Raps gesät. Dies war zum einen durch das Wetter bedingt, zum anderen drücken die eingeschränkten Möglichkeiten beim Pflanzenschutz auf die Anbaulaune.

Rapslandschaft[1400682901058174.jpg]
© RWA
Raps benötigt besonders hohe Mengen an Spurennährstoffen. Allen bekannt ist die Borbedürftigkeit der Rapspflanze als Kreuzblütler. Die Anwendung eines Bordüngers zu Raps ist auf vielen Betrieben Standard. Die Blattdüngung hat sich aus vielen Gründen bewährt.

Zu Bor kommt immer öfter Manganmangel hinzu. Dieser ist schwer zu erkennen, oder er liegt verdeckt vor. Mangan kann mit Blattdüngern praktisch nicht überdosiert werden, zudem ist eine Basisanwendung nur mit sehr geringen Kosten pro Hektar verbunden. Mangan sollte wie Bor in die Blattdüngerstrategie mit aufgenommen werden.
Getreide[1344941109802176.jpg]
© RWA
Leider ist Manganmangel im Herbst an den Kulturen kaum erkennbar. Blattanalysen haben gezeigt, dass in Österreich bis zu 40 % der Getreidefläche an starkem Manganmangel leiden. Aufgrund der kostengünstigen Anwendung ist eine Applikation gemeinsam mit einer PSM-Anwendung auf jeden Fall zu empfehlen. Wurden heuer z.B. helle Bestände mit dunklen Fahrgassenrändern oder Blätter mit streifenförmigen Nekrosen beobachtet, handelt es sich um Manganmangelstandorte.

Vor allem Wintergerste sollte schon im Herbst eine Manganblattdüngung erhalten. Mangan wird bei der Bestockung verbraucht und verbessert die Winterhärte.

Immer öfter wird aus der Praxis von Molybdänmangel berichtet. Der Düngebedarf an Molybdän liegt bei wenigen Gramm pro Hektar. Zudem ist Molybdän ein sehr teurer Rohstoff. Soll die Molybdänversorgung mit Blattdünger unterstützt werden, sind meist 10 g/ha Molybdän ausreichend. Es gibt einige Blattdünger, die unter anderem Molybdän enthalten und diesen Bedarf ohnehin decken. Erhöhter Bedarf besteht auf Standorten mit geringem Gehalt im Boden oder bei niedrigem pH-Wert des Bodens.

Dauerthemen bleiben die Magnesium- und Schwefelversorgung. Verwenden Sie bei jeder Überfahrt mit der Feldspritze Bittersalz. Magnesium und Schwefel werden von den Kulturen immer benötigt. Faustregel: Ein Sack mit 25 Kilo für 2 Hektar. Dies gilt für Getreide wie auch Raps.

Lassen sie sich in Ihrem Lagerhaus beraten!

Jetzt im Angebot!

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Produkte aus unserem Sortiment. Viele weitere Artikel erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus. Fragen Sie Ihren Lagerhaus-Fachberater!
Autor:
Ing. Johannes Rötzer, RWA