Grillsaison 2016: Nachfrage nach Hendl aus Österreich steigt

Hohe Qualität - Preis und angebotene Menge müssen jetzt nachziehen.

Wien, 15. Juni 2016 (aiz.info). - Am Beginn der Grillsaison zeigt sich auch heuer eine besonders große Nachfrage nach Geflügel aus Österreich. Das freut die Tierhalter und Geflügelvermarkter, obwohl das Angebot an heimischer Ware in den Regalen des Handels oft sehr knapp ist. Die inländische Geflügelwirtschaft liefert nachweislich hohe Qualität, aber nur mit steigenden Preisen können junge Landwirte jetzt dazu motiviert werden, in die Hühnermast einzusteigen. "Es besteht ein großes Potenzial an zusätzlicher Wertschöpfung, aber auch an Arbeitsplätzen in der Mastgeflügelhaltung in Österreich. Auch in Zukunft stehen die frischen, heimischen Hendln ganz oben auf der Einkaufsliste bei Herr und Frau Österreicher und das mit gutem Grund", betont Robert Wieser, Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG).

Hohe Qualität aus Österreich

Man erkennt heimisches Hühnerfleisch leicht an der gelben Haut, die durch einen hohen Maisanteil im Hühnerfutter entsteht, aber auch wenn man beim Einkauf auf das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel auf der Verpackung achtet. "Österreich ist das Geflügelland Nummer eins, wenn es um hohe Standards in der Haltung der Tiere geht", unterstreicht Wieser. "In Österreich haben Hühner etwa 30% mehr Platz im Stall als in der EU erlaubt ist. Alle Masthühner werden mit hochwertigem Futter aus gentechnikfreier Produktion gefüttert. Es ist uns gelungen, die Haltungsbedingungen für Geflügel trotz erheblicher, wirtschaftlicher Probleme zugunsten der Tiere weiter zu verbessern", betont Wieser, der auch Obmann der GGÖ-Geflügelmastgenossenschaft ist.

Sicher ist Sicher

Die Hühnerhalter sind Mitglieder beim Österreichischen Geflügelgesundheitsdienst (QGV), wo auch jeder Arzneimitteleinsatz in einer Datenbank vermerkt ist. Damit ist auch eindeutig nachweisbar, dass der Einsatz von Antibiotika in den letzten vier Jahren um zirka 40% reduziert werden konnte. Das österreichische Programm zur Bekämpfung der Salmonellen gehört zu einem der erfolgreichsten in der EU. Das Bundesministerium für Gesundheit sieht die Bestrebungen der österreichischen Geflügelhalter zur kontinuierlichen Verbesserung im Bereich der Tierhaltung und der Lebensmittelsicherheit als wertvolle Leistung im Sinn der Konsumenten. "Als für den Verbraucherschutz, aber auch für den Tierschutz zuständige Ministerin, wünsche ich mir, dass Geflügel aus heimischer Produktion noch mehr wertgeschätzt wird. Denn wenn Geflügelhaltung in unserem Land stattfindet, dann haben wir die Möglichkeit, die Einhaltung des strengen Österreichischen Tierschutzgesetzes auch zu kontrollieren. Bei fremder Herkunft fehlt uns Information zu den Haltungsbedingungen und dem Gesundheitsstatus des Geflügels meist zur Gänze", so Bundesministerin Sabine Oberhauser. Unabhängig vom hohen Gesundheitszustand bei heimischem Geflügel rät die Ministerin bei der Verarbeitung von rohem Geflügel, die üblichen Vorkehrungen der Küchenhygiene auch bei den Vorbereitungen zum Grillfest zu beachten. Damit stehe dem Genuss eines feinen, knusprigen Brathendls aus Österreich nun nichts mehr im Wege.