Optimale Rundballensilage

Gutes Grundfutter aus der Rundballensilage ist kein Zufall, sondern erfordert einiges an Fachwissen.

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Silageballen werden am besten auf der Stirnseite gelagert und nicht übereinander gestapelt © RWA
Um gute Grundfutterqualitäten produzieren zu können, ist bestes Erntegut notwendig. Dies erreichen Sie mit der richtigen Bestandsführung:
  • richtigen Erntezeitpunkt
  • ausreichend Schnitthöhe
  • ausreichendem und gleichmäßigem Anwelken

Nach dem Anwelken rasch arbeiten

Wurde diese Basis geschaffen, sollte man nichts mehr von der Qualität seines Grundfutters verschenken. Es gilt die Qualität bestmöglich zu erhalten, das Erntegut in hochwertige Silage umzuwandeln und ohne Verluste zu lagern. Das kann nur gelingen, wenn keine Kompromisse beim Pressen und Wickeln eingegangen werden.

Hat das Futter den gewünschten Trockenmassegehalt erreicht, sollten die folgenden Arbeitsschritte möglichst schnell nacheinander erfolgen.
  • Zuerst muss eine möglichst trapezförmige Schwad geformt werden.
  • Danach gilt es Ballen mit möglichst hoher Dichte zu pressen und ausreichend Netz zu verwenden.
  • Die gepressten Ballen sollen eine zylindrische Form haben (kein Wölbung in der Ballenmitte).
  • Je schneller nach dem Pressen gewickelt wird, desto besser wird die Silage sein.

Sechs- oder achtlagig wickeln!

Eines haben alle Hersteller von Agrar-Stretchfolien gemein: Sie empfehlen mindestens 6 Lagen, besser 8 Lagen, zu wickeln. So wird zwar mehr Folie verbraucht, doch ist eine höhere Lagenanzahl durchaus im Interesse des Landwirtes. Geht ein Ballen verloren weil man z.B. nur 4 Lagen gewickelt hat, entspricht der Verlust an Futter wertmäßig einer Folienmenge, mit der man 50–70 Ballen statt 4-lagig 6-lagig wickeln hätte können.

Mehr Lagen – weniger Nährstoffverlust

Mehr Lagen an Folie verringern die Gefahr von Beschädigungen und senken die Nährstoffverluste deutlich. Als Faustzahl gilt, dass eine Verdopplung der Folienschichten die Nährstoffverluste halbiert. Die Vordehnung sollte zwischen 65 und 75 % liegen. Wichtig ist 55 % Überlappung einzuhalten, damit keine „Fenster“ am Ballen entstehen. Diese „Fenster“ entstehen dann, wenn die Überlappung unter 50 % sinkt. Ist das der Fall, sind Stellen am Ballen vorhanden, die nur mehr 2 oder 3 Lagen aufweisen. Eindeutig zu wenig, um den Ballen verlässlich zu schützen. Wird nicht selbst gewickelt, sollte beim Vergleichen der Angebote von Lohnwicklern auch verglichen werden, welche Folie verwendet wird und wie viele Lagen gewickelt werden.

Ballen vor Beschädigung schützen

Generell sind Ballenwickler, welche die Ballen auf der Stirnseite abstellen, zu bevorzugen. Bei Regen oder Nebel sollten keine Ballen gewickelt werden. Transportieren Sie die Ballen nach dem Wickeln sofort zum Lagerplatz. Ballen sollten immer nur mit Ballenzange transportiert werden. Danach darf der Ballen mindestens 4 Wochen nicht bewegt werden, da sonst die Vergärung des Futters beeinträchtigt werden kann.

Die Lagerfläche für Siloballen soll eben, trocken und in schattiger Lage sein. Der Untergrund sollte frei von spitzen Steinen oder anderen Gegenständen sein, die die Folie beschädigen könnten. Hier können etwa Siloschutzgitter als Unterlage verwendet werden. Diese Verhindern auch eine Beschädigung der Ballen durch Wühlmäuse. Auf jeden Fall müssen die Ballen vor Beschädigung durch Vögel oder andere Wild- aber auch Haustiere geschützt werden.

Profis produzieren hohe Grundfutterqualitäten

Wird Ballensilage professionell produziert, können hohe Grundfutterqualitäten sichergestellt werden. Dies ist für alle Betriebe, unabhängig von der Betriebsgröße, für den wirtschaftlichen Erfolg entscheidend.
Fazit: Einsparungen beim Wickeln sind nur in geringem Ausmaß möglich. Durch die starke Erhöhung der Risiken sowie höheren Nährstoffverluste raten wir davon ab.
Produkte und Fachinformation zu Silofolien erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus. Fragen Sie bitte Ihren Fachberater.

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Autor:
Ing. Johannes Rötzer, RWA; DI Nina Mairunteress, RWA