Auf die Saatgutmischung kommt es an

Hohe Grundfutterqualitäten, abgestimmt auf die Ansprüche der Nutztierkategorien und Leistungsgruppen, sind die Basis für eine hohe Milchleistung.

Frisch gemähte Wiese. Optimale Futtergräser erhalten Sie durch gute Saatgutmischung.Frisch gemähte Wiese. Optimale Futtergräser erhalten Sie durch gute Saatgutmischung.Frisch gemähte Wiese. Optimale Futtergräser erhalten Sie durch gute Saatgutmischung.[]
Optimal abgestimmtes Saatgut ist die Basis für bestes Grundfutter © RWA

Gute Saatgutmischung - gutes Grundfutter

Mit seinen Klimaregionen stellt Österreich unterschiedliche Ansprüche an die in einer Saatgutmischung eingesetzten Arten und Sorten. Dabei sind Ausdauer, Winterfestigkeit, Resistenzen gegen Krankheiten, Nachtriebsstärke aber auch Narbendichte von Bedeutung. In den DIE SAAT-Qualitätssaatgutmischungen kommen nur Sorten der Österreichischen Beschreibenden Sortenliste, die in die ÖAG-Sortenliste aufgenommen wurden, zum Einsatz. Für Silage, Heu, Weide- und Grünfutter empfiehlt DIE SAAT die für Ihre Nutzungsrichtung und regionalen Standortbedingungen bestens geeignete Saatgutmischung für Dauer-Wechselgrünland, Feldfutterbau und Nachsaat.

Hohe Milchleistungen erfordern Grundfutter mit hohen Verdaulichkeiten der organischen Masse (70 - 75 %) und einem Energiegehalt von 5,9 - 6,5 MJ NEL/kg in der Trockenmasse.

Der richtige Erntezeitpunkt

Eine Grünfutter-, Silage- oder Heubereitung zum Vegetationsstadium „Ähren- bzw. Rispenschieben“ der Leitgräser ist besonders beim 1. Aufwuchs – aber auch bei den darauffolgenden Nutzungen – anzustreben. Nur so kann der Pflanzenbestand in seiner Zusammensetzung bestens erhalten werden. Bei einer zu späten Ernte werden Untergräser und Weißklee zurückgedrängt, die Rohfasergehalte (Verholzung) steigen und Verdaulichkeit und Energiegehalt nehmen ab.

Schnitthöhe 5 - 7 cm wählen

Eine zu niedrige Schnitthöhe führt zur Schädigung der Grasnarbe – wertvolle Futtergräser lagern Reservestoffe für den Wiederaustrieb in der Halmbasis ein. Werden die Pflanzen zu tief abgeschnitten, brauchen sie für das Wiederaustreiben zu lange. Der Gemeinen Rispe, dem Kriechenden Hahnenfuß und dem Stumpfblättrigen Ampfer bringt diese Schwäche im Wiederaustrieb der angesäten Kulturarten die Chance Fuß zu fassen. Mähgeräte gut einstellen, um die Grasnarbe nicht zu verletzten und eine Futterverschmutzung zu vermeiden. Als optimale Schnitthöhe sind 5 - 7 cm anzustreben.

Beweidung ab 15 cm Wuchshöhe

Die Beweidung sollte beim Schossen und einer Wuchshöhe des Grünlandbestandes von 15 – 20 cm erfolgen. Eine gute Weideführung (Portions-, Koppel-, Kurzweide) und die dafür geeignete DIE SAAT-Qualitätssaatgutmischungen bringen gute Futterqualitäten.

Die Nutzung muss im Einklang mit der Düngung stehen: Kommt es zu einer höheren Nutzungsfrequenz, ist die Düngung an die Schnitthäufigkeit anzupassen. Die kreislaufbezogenen Nährstoffquellen im Grünland sind Jauche, Gülle, Mist und Kompost – diese bieten eine kontinuierliche Versorgung der Böden und Pflanzen mit organischer Substanz. Wird in der kreislaufbezogenen Bewirtschaftung dem Boden mehr an Nährstoffen entzogen als zugeführt, sollte eine gezielte Zusatzdüngung (unter Beachtung der gesetzlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen), nach erfolgter Bodenuntersuchung, erfolgen.

Saubere Ernte für gute Silage

Bei der Silierung des Grünlandbestandes fördert Futterverschmutzung die Keimdichte (Buttersäurebakterien). Gleichzeitig sinken Energie und Proteingehalt der Silage.

Saatgut für das Grünland

DIE SAAT Qualitäts-Saatgutmischungen finden Sie im „Das Fachblatt für Grünland“ wie auch weitere Infos über Düngung, Nutzung und Anbauempfehlungen.
Autor:
DI Dr. Marianne Hietz, RWA Produktmanagement Sämereien